Thingplatz auf der Mader Heide: Ein Ort voller Geschichte

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Ein neuer Platz: Auf der Mader Heide erinnert ein neuer Thingplatz an die lange Geschichte. Auf dem Foto vorne von links Ortsvorsteher Volker Steinmetz, Ingo Seifert-Rösing, Thilo Hadamovsky, Jürgen Kant, Bürgermeister Frank Börner, Uwe Kiefer und Karsten Koch. 

Maden. Ein Platz für große Versammlungen und für Gerichtsverhandlungen, das ist der Thingplatz auf der Mader Heide schon im Mittelalter gewesen. Am Sonntag wurde der neu gestaltete Platz offiziell eingeweiht.

Ein großer Stein wie ein Tisch, mehrere Stein kreisförmig darum herum und eine hohe, schmale Holzskulptur zieren den Ort, der in alten Zeiten die höchste Erhebung auf einem etwa 50 Hektar großen Gelände war.

„Auf dem Thingplatz von Maden fanden im 18. Jahrhundert mehrere hessische Landtage statt“, erzählte Jürgen Kant bei der Feier am Sonntag. Er hat sich mit der Historie des Ortes beschäftigt und kann mit Bestimmtheit sagen, dass Maden in der Geschichte des Landes keine unbedeutende Rolle spielte.

Der Thingplatz von Maden war viele Jahre lang zwischen Bäumen, Büschen und Gestrüpp versteckt. Aus der einstigen Hutefläche war ein Wald geworden. Heute weiden wieder Schafe und Ziegen in der Mader Heide, die Bäume wurden gefällt und der Platz wieder sichtbar gemacht.

Zu sehen ist er schon von weitem, denn die Holzfigur, die Bauhofleiter Uwe Kiefer einer Figur aus der Zeit der Chatten nachempfunden hat, ragt etwa fünf Meter in die Höhe. „Die Gestaltung des Platzes ist sicher nicht historisch belegbar. Wie es früher ausgesehen hat, das wissen wir nicht“, sagte Ortsvorsteher Volker Steinmetz. „Wir wollten einen Ort schaffen, der sowohl für die Bewohner von Maden, Gudensberg und die anderen Stadtteile als auch für Touristen attraktiv ist.“

Der Thingplatz werde in die Liste der Sehenswürdigkeiten von Gudensberg aufgenommen und über einen geplanten Wanderweg mit den anderen Attraktionen der Stadt verbunden, kündigte Bürgermeister Frank Börner am Sonntag an.

Von Christl Eberlein

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