Vorerst Stopp für Windpark in den Langenbergen

Gudensberg. Die Planungen für die Realisierung eines interkommunalen Windparks in den Langenbergen bei Niedenstein werden vorerst nicht weiterverfolgt.

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Das teilt die Gudensberger Stadtverwaltung mit. Jüngste naturschutzrechtliche Untersuchungen hätten ergeben, dass mehrere Brutpaare des Rotmilan und des Wespenbussards ihren Lebensraum im Bereich des Windparks haben. Deren Horste liegen außerhalb des geplanten Windparkgeländes und standen den bisherigen gutachterlichen Untersuchungen zufolge dem Bau der Windräder wohl nicht entgegen. Neue Erkenntnisse hätten aber ergeben, so die Mitteilung, dass eine Beeinträchtigung der Lebensräume der Greifvögel durch die Windräder nicht ausgeschlossen werden könne. Außerdem habe sich die Anzahl der Brutpaare gegenüber bisherigen Untersuchungen erhöht.

Die potenziellen Betreiber haben daher entschieden, den Belangen des Natur- und Artenschutzes absoluten Vorrang einzuräumen. Damit ruht das Projekt bis auf weiteres. Das Gebiet der Langenberge ist aber weiterhin aufgrund der vorherrschenden Windgeschwindigkeiten sehr gut geeignet und im Entwurf des Teilregionalplans Energie als Vorrangfläche für Windkraft aufgeführt. Die VEW Korbach als ein an der Planung beteiligter Partner wird deshalb die Realisierung des Projektes weiterhin prüfen und die Entwicklungen beobachten.

Alle Beteiligten sind bereit, die Planungen fortzusetzen, sobald sich neue Erkenntnisse zu Naturschutz oder zu gesetzlichen Rahmenbedingungen ergeben.

Das Projekt planen die Kommunen Baunatal, Gudensberg, Niedenstein und Edermünde zusammen mit der VR-Bank Chattengau sowie der Verbands-Energie-Werk (VEW) Korbach. In den Langenbergen soll ein Windpark mit vier bis sechs Anlagen entstehen.

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