Wandern, tanzen und singen mit Rabe Kolki

Musikalischer Wanderweg:  Zwölf Mitmachstationen auf 7,5 Kilometern in Gudensberg

Rabe Kolki geht mit der Zeit: Der „Musikalischer Wanderweg Gudensberg“ ist per App abrufbar. Das haben Emma und Charly Koch entdeckt und gleich mit ihrem Onkel Mehmet ein Gruppenbild mit Kolki aufgenommen.
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Rabe Kolki geht mit der Zeit: Der „Musikalischer Wanderweg Gudensberg“ ist per App abrufbar. Das haben Emma und Charly Koch entdeckt und gleich mit ihrem Onkel Mehmet ein Gruppenbild mit Kolki aufgenommen.

Rhythmus, Klang, Melodie – diese Themen stehen im Zentrum des Musikalischen Wanderwegs in Gudensberg. Der barrierefreie Weg verbindet die körperliche Bewegung mit einem musikpädagogischen Ansatz.

Gudensberg – Rabe Kolki ist ein ebenso vorwitziger wie herzlicher, wissbegieriger und treuer Begleiter. Immer wieder stellt er mit seiner leicht krächzenden Stimme Fragen – und er gibt auch Antworten. Fünf Gründe, warum man sich diese Tour nicht entgehen lassen sollte:

Rabe Kolki

Er hat eine leicht krächzige Stimme, ist etwas frech, aber vor allem neugierig: Rabe Kolki. Er begleitet die Spaziergänger über das Smartphone vom Start an der Märchenbühne bis zum Abschluss in der Fußgängerzone. Rabe Kolki will herausfinden, wie gute Musik gemacht wird. Der Geschichte von Kolki sowie den Kindern Max und Mailin hört man über das Handy zu – es gibt zusätzlich Infotafeln und Mitmachstationen.

Das Musikwissen

„Einer der ersten Rhythmen, die wir wahrnehmen, ist der Herzschlag unserer Mutter noch im Mutterleib. Babys lassen sich daher nach der Geburt gut beruhigen, wenn sie auf dem Arm der Mutter den vertrauten Herzschlag hören können“, steht auf einer der Infotafeln. Es wird sich ganz langsam der Geschichte der Musik genähert – kindgerecht. So geht es am Goldbach darum, sich auf die unterschiedlichen Geräusche zu konzentrieren: Wind, Vogelgesang, Wasserplätschern. Und dann wird der Frage nachgegangen: Töne und Klänge, wo liegt der Unterschied?

Langsam steigert sich der Anspruch, ohne zu überfordern. Später geht es um den Unterschied zwischen Dur und Moll – die Tongeschlechter bis hin zur Entstehung der Notenschrift. Und immer wieder kann man auch sein musikalisches Geschick und Gehör an den einzelnen Stationen spielerisch testen.

Die Pausen

Einen Moment der Stille gibt es auch auf der Strecke. „Die Pause“ heißt die Station am Steinzeitspielplatz. „Schließlich sind Pausen auch in der Musik ein wichtiges Stil-Element“, heißt es dort auf der Infotafel.

Mit geschlossenen Augen gilt es, zu entspannen und zuzuhören, was Kolki zu berichten hat über Pausen, die Musikstücke in bestimmte Strukturen gliedern. Über Pausen, die Spannung erzeugen, überraschen und neugierig machen können.

Schöne Ausblicke: Gibt es immer wieder entlang des Wanderweges.

Tipp: Zwar gehört die Genießerbank entlang der Strecke nicht ausdrücklich zum Musikalischen Wanderweg, doch liegt sie direkt an dem Weg von der Mader Heide zum Goldbach. Einfach mal hinsetzen und der Natur lauschen. Mit etwas Glück kann man den Gesang von Zaunkönig und Nachtigall hören.

Der Spaß

Allein schon das Suchen und Finden der Kolki-Markierungen auf den Wegen macht viel Spaß und hat etwas von einer Schnitzeljagd. Von Etappe zu Etappe erfährt man mehr über Gudensberg und besonders über die Musik. An den Mitmachstationen kann man ebenso allein als auch mit anderen dem Klang nachspüren. Und: Im Chor singen „Es klappert die Mühle am krächzenden Bach– Kra – Kra“, singt Kolki und die Wanderer stimmen unweigerlich mit ein in den fröhlich-schrägen Gesang. Das macht mindestens genauso viel Spaß wie die kleine Aufforderung zum Tanz mitten auf dem Wanderweg – dazu kann man einfach nicht Nein sagen.

Die Strecke

Die Innenstadt, Wohnsiedlungen, Felder, Wiesen, Märchenbühne, Spielplätze, Ruhebänke, Wanderwege – die 7,5 Kilometer lange Strecke spiegelt ein abwechslungsreiches Bild von Gudensberg. Und genau das macht den Weg auch für Kinder extrem kurzweilig. Langeweile kommt jedenfalls nicht so schnell auf. Und: Die musikalische Entdeckungsreise ist eine gute Mischung zwischen Stadt und Natur, Aktion und Entspannung. Am Goldbach liegen Klangsteine – Basaltsäulen von verschiedener Länge und Dicke. Zusammen bilden sie ein Lithophon – Steinklang. Den Klang der Steine kann man entdecken und erfährt zugleich, dass die Bergkuppen um Gudensberg Basaltkuppen sind: Mader Stein, Odenberg, Scharfenstein.

Fazit: Zwölf spannende Stationen auf 7,5 Kilometern – hier ist der Weg das Ziel.

Von Maja Yüce

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