Für die Zukunft von Gudensberg 

"Wir für Gudensberg": Petition hat 443 Unterstützer

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Wachstum, Wohnen, Gewerbe, Tourismus? Für die Kritiker der Gudensberger Stadtentwicklungspolitik ist die Richtung, in die sich die Stadt weiterentwickeln soll, nicht klar e rkennbar. 

Über 440 Menschen – die meisten aus dem Landkreis – unterzeichneten die Online-Petition und damit das Begehren der Initiatoren: „Wir für Gudensberg – für den Erhalt des ländlichen Raumes“. 

Sechs Monate lang stand die Petition online im Internet. Sie richtet sich an die Kommunalpolitiker in Gudensberg und soll nun auch an die Gremien weitergereicht werden soll.

„Wir wünschen uns für Gudensberg ein besseres, ein erkennbares Konzept, in welche Richtung sich die Stadt entwickeln soll“, sagen Marcus Erler und Anja Weber, die zusammen mit Carsten Lucas die Petition auf den Weg gebracht hatten. Sollen weitere riesige Hallen auf neuen Gewerbeflächen entstehen? Oder stehen attraktive Ziele wie Märchenbühne und Obernburg im Mittelpunkt? Ist das weitere enorme Wachstum mit neuen Wohngebieten im Interesse der Einwohner? Fragen, auf die zu wenige Antworten gegeben werden, finden sie.

Viele Gespräche seit dem Herbst 

Erler und Weber freuen sich über den Zuspruch, den sie für ihre Initiative bekommen haben. Viele Gudensberger hätten sie aufgefordert, weiterzumachen mit ihren Nachfragen und Diskussionsbeiträgen. Sie waren auch beileibe nicht untätig in den vergangenen Monaten, zum Beispiel haben sie mit allen drei Fraktionen im Stadtparlament diskutiert.

„Wir waren beim Regierungspräsidium wegen der Regionalplanung bezüglich der Wohnbau- und Gewerbegebiete“, sagt Anja Weber, sie hatten Kontakt mit dem Jugendamt wegen fehlender Angebote für Jugendliche, haben mit dem Bauernverband gesprochen über die Situation der Landwirte.

„Wir haben zu einer Wanderung durch die Gemarkung eingeladen, um die Pläne für neue Baugebiete zu erläutern“, berichtet Marcus Erler. Und fügt an: „Warum macht nicht die Stadt so etwas, wäre das nicht ihre Aufgabe, um die Bürger besser zu informieren?“

Mit der Petition endet das Engagement der Gruppe nicht. Sie wollen sich weiter für offene Gespräche und Diskussionen einsetzen, die die Zukunft Gudensbergs betreffen. Man wolle konstruktive Lösungen finden, ob es um das Baugebiet Gudensberg Süd, den Kita-Neubau in Maden oder den Stadtentwicklungsplan gehe, sagen die Initiatoren.

Im Agenda-Prozess „Gudensberg 2030“, der begonnen habe, sei die Mitwirkung der Bürger sogar ein Muss. Man müsse auch durchaus nicht immer einer Meinung sein. Grundsätzlich erhoffe man sich für die Zukunft eine bessere Informationspolitik seitens der Stadtverwaltung, der Gremien und Kommunalpolitiker. Informationen zur Petition gibt es hier.

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