Festgottesdienst am Sonntag

St.-Margareten-Kirche in Gudensberg nach Sanierung heller und moderner

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Freut sich auf die Einweihungsfeier: Pfarrer Gunnar Hartung in der sanierten Gudensberger St. Margareten Kirche.

Heller und moderner: Die Gudensberger Stadtkirche St. Margareten mit dem außergewöhnlichen Tonnengewölbe zeigt sich nun im strahlenden Licht. 

Am Sonntag, 8. Dezember, ab 10 Uhr, wird das mit einem Festgottesdienst gefeiert.

Das Tunnelgewölbe, das nun mit dem hellen Grau ein Hingucker in der Kirche ist, war die Ursache für riesige Schäden, die Sanierungen nötig machten. Die Kirche wurde 1271 das erste Mal erwähnt, nachträglich wurde im 16. Jahrhundert das Gewölbe eingebaut. 

Es führte allerdings im Laufe der Jahre dazu, dass sich die Außenwände der Kirche nach außen verschoben. „Die Lasten auf die Mauern waren viel zu groß“, sagt Pfarrer Gunnar Hartmann. Es wurde mit Stangen stabilisiert.

Dritter Bauabschnitt in sieben Jahren 

Zwei Millionen Euro flossen bereits in die Sanierung der Kirche. Die Renovierung des Innenraums ist der dritte Bauabschnitt der vergangenen sieben Jahre. 2012 wurde der Dachstuhl erneuert, die Mauern und die Mauerkrone des Kirchenschiffes saniert, das Dach des Chors und der Sakristei neu gedeckt. Die Orgel wurde damals abgebaut.

„Die Kirche soll das gotische Gestaltungskonzept widerspiegeln“, sagt Hartmann. Kern des neuen Konzeptes ist eine Öffnung des Raumes. Er wirkt freier, offener, fast sakral. Dafür wurde die Empore abgebaut, 250 Besucher finden nun einen Sitzplatz in der Kirche. Türen wurden durch Fenster ersetzt, damit es noch heller wird. 

Ein modernes gläsernes Kreuz mit einer Fassung, die mit Blattgold überzogen ist, ziert den Altarraum. Kanzel, Altar und Taufbecken wurden erneuert und sind in modernem Grau-weiß gehalten. Die Kirche soll nun öfter für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Zudem sei die freie Gestaltung für Familiengottesdienste und das Krippenspiel von Vorteil, sagt Hartmann.

Am Sonntag wird zum ersten mal die Orgel wieder erklingen 

Bei der Einweihung am Sonntag wird auch die Orgel wieder erklingen. Das Innenleben wurde bis auf einige Pfeifen komplett erneuert. Das Prospekt, in diesem Fall die Holzverkleidung, ist geblieben und wurde saniert. Herzstück der Umrandung ist das Gudensberger Wappen in der Mitte der Orgel. Die Wilhelmorgel stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Allein die Sanierung der Orgel mit den neuen Pfeifen habe 380.000 Euro gekostet.

100.000 sammelte der Förderverein der Gudensberger Stadtkirche für die Sanierungen. Nun sei die Kirche ein Stück weiter auf einem Weg in die Zukunft. Demnächst müsse noch der Turm saniert werden und das Außengelände soll neu gestaltet werden – der vierte und letzte Akt.

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