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Hausarzt- und Psychotherapiepraxis im Neuentaler Ärztehaus sind ein absolutes Erfolgsprojekt

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Von: Lea Beckmann

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Hoffen auf eine gute Zusammenarbeit: Die Ärztinnen Amöne Meyer-Rüdiger (links) und Mareike Domin sind in den neuen Räumen des Neuentaler Ärztehauses.
Hoffen auf eine gute Zusammenarbeit: Die Ärztinnen Amöne Meyer-Rüdiger (links) und Mareike Domin sind in den neuen Räumen des Neuentaler Ärztehauses. © Lea Beckmann

Das Neuentaler Ärztehauses in Zimmersrode an der Hauptstraße ist umgebaut. Zwei Medizinerinnen haben die Räume bezogen.

Neuental – „Das Haus ist nun in einer guten Nachnutzung und wir bieten eine super Kombination von Ärztinnen an“, sagt Neuentals Bürgermeister Dr. Philipp Rottwilm. Er spricht von einem „absoluten Erfolgsprojekt.“

Rund zwei Jahre hat der Prozess in der ehemaligen Bankfiliale der Raiffeisenbank Borken gedauert, die das Haus auch für die neue Nutzung umgebaut hat. „Die internen Überlegungen und die Genehmigung haben länger gedauert als der eigentliche Umbau“, sagt Christof Wehrum, Vorstand Raiffeisenbank Borken. Die Umbauarbeiten an sich haben ein halbes Jahr Zeit in Anspruch genommen.

Wasserschaden verzögerte Einzug

„Ein Wasserschaden im frisch renovierten Gebäude hatte uns in der Planung noch einmal zurückgeworfen“, sagt Wehrum. Der gesamte Estrich musste raus. So verzögerte sich auch der Einzug der Ärztin Amöne Meyer-Rüdiger. Mit ihren vier Mitarbeitern und Dr. Dieter Conrad ist sie seit März dieses Jahres in den Räumen des unteren Geschosses zu finden. Die Hausarztpraxis erstreckt sich auf 130 Quadratmeter auf denen sich ein großer Eingangs- und Anmeldebereich sowie zwei Behandlungszimmer und ein Labor befinden.

Psychotherapiepraxis auch für Kinder und Jugendliche

Und nun ist auch das obere Geschoss belegt. Vor Kurzem ist dort die Ärztin Mareike Domin eingezogen. Sie hat eine Praxis für Psychotherapie. Ihr Schwerpunkt ist Verhaltenstherapie und die 30-Jährige hat eine Zusatzqualifikation, sodass sie auch mit Kindern und Jugendlichen psychotherapeutisch arbeiten kann. Daher gibt es in ihrer Praxis neben dem Behandlungszimmer für Erwachsene ein weiteres für Kinder. Und auf den 80 Quadratmetern befinden sich noch ein Warteraum, Büro und zwei Toiletten.

Die aus Bad Zwesten stammende Ärztin hat zuvor in der Fachklinik Böddiger Berg in Felsberg gearbeitet. „Nach meiner Elternzeit wollte ich mich selbstständig machen und bin durch den HNA-Artikel auf dieses Ärztehaus aufmerksam geworden“, sagt sie. Die Ärztinnen freuen sich über die Zusammenarbeit. „Es war schwierig, wenn ich meine Patienten psychotherapeutisch anbinden musste, jemanden zu finden, da es im Umkreis nicht viele solcher Praxen gibt“, sagt Amöne Meyer-Rüdiger. Nun könne man voneinander profitieren und sich gut ergänzen. „Wir haben kurze Wege zueinander“, sagt Mareike Domin.

Ein Projekt um dem Ärztemangel entgegenzuwirken

Beide fühlen sich in den neuen Räumen sehr wohl. Der Standort sei gut und vor allem gebe es ausreichend Parkplätze vor dem Haus für die Patienten. Zudem sei das Patientenaufkommen hoch. „Umso wichtiger, dass wir mit solch einem Angebot dem Ärztemangel auf dem Land entgegenwirken“, sagt Rottwilm. Der Umbau und die Sanierung der alten Bankfiliale hatten 300 000 Euro gekostet. 81 000 Euro Förderung gab es von Bund und Land.
(Lea Beckmann)

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