Freitags von 13 bis 18 Uhr geöffnet

Alles bio und aus der Region: Der Hofladen von Till Döring bietet saisonales Gemüse an

Tomaten, Salat und Kartoffeln aus der Region kaufen - das ist in Till Dörings Hofladen möglich. Wir stellen sein kleines Geschäft mit saisonalen Produkten und die Philosophie dahinter vor. 

Freitag, 13 Uhr: Till Döring öffnet seinen Hofladen im Waberner Ortsteil Zennern. Dort bietet er vor allem eigene Produkte an. „Unser Schwerpunkt liegt auf saisonalem Gemüse“, sagt er. Außerdem hat Döring wie Eier, Wurst, Honig, Leimöl und Apfelsaft vom Hof im Sortiment. Alles weitere, zum Beispiel Käse, Mehl und Wolle, bekommt er von regionalen Lieferanten. „Mir ist es wichtig, dass ich in meinem Hofladen auch wirklich Sachen vom Hof und von Leuten, die ich kenne, anbiete“, betont der 30-Jährige. Das heißt: Nichts von anonymen Großhändeln bestellen.

Auf 1,5 Hektar Land wachsen über 40 verschiedene Gemüsekulturen. Der junge Mann betreibt den Hofladen sein etwa zwei Jahren und hat den Betrieb auf dem seiner Eltern aufgebaut. Die bieten überwiegend Kutschfahrten mit Pferden an, Döring kümmert sich sich um die weiteren Tiere und hatte die Idee zum Gemüseanbau. Auf dem Hof gibt es neben den Pferden drei Schweine, 70 Hühner, 13 Schafe, vier Ziegen und sieben Bienenvölker, in den Gewächshäusern gedeihen Tomaten, Gurken und Paprika. „Früher konnte ich fast alles alleine machen. Jetzt habe ich eine Angestellte und immer mal wieder Helfer und Praktikanten.“

Die Pferde werden teilweise für die Landwirtschaft genutzt, teilweise von Dörings Eltern für Kutschfahrten. „Die Arbeit mit Pferden auf dem Feld ist teilweise etwas langsamer, aber bodenschonender.“ Alle Produkte in seinem Hofladen sind rein bio. Zudem hat Döring eine bestimmte Hühnerrasse auf seinem Hof, damit die männlichen Tiere nicht nutzlos sind, sondern für die Fleischproduktion gemästet werden können.

Seine Produkte verkauft der gelernte Agrarbetriebswirt immer freitags von 13 bis 18 Uhr im Hofladen und auch samstags auf dem Fritzlarer Wochenmarkt. Dort hat er sich einen Kundenstamm für seinen Hofladen aufgebaut. Werbung für das kleine Geschäft macht er mit Schildern direkt in Zennern, auf dem Wochenmarkt in Fritzlar sowie online über seine Homepage und über Facebook. Der Hof gehört Till Dörings Eltern, aber der 30-Jährige hat die Idee von ihnen nicht übernommen. „Vielmehr habe ich meinen eigenen Betrieb auf der Basis des elterlichen gegründet“, sagt er. Der Verkauf der Produkte ist natürlich wichtig, aber den Hofladen an mehr als einem Tag zu öffnen lohnt sich für den Landwirt nicht: "Der Kundenstamm würde sich nur auf zwei Tage verteilen und mir ginge die Zeit für die Tiere oder die Felder verloren."

Prinzip Solidarische Landwirtschaft

Beate Fischer aus Bad Zwesten-Niederurff kommt jeden Freitag in Dörings Hofladen und holt sich Lebensmittel. Sie ist Teil der Initiative „Solidarische Landwirtschaft“ (SoLaWi) und überweist einen monatlichen Betrag, gegen den sie sich Lebensmittel abholen kann. Das Prinzip: Der Hof ernährt die Menschen und teilt sich mit den Kunden die Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. „Jeder trägt einen Kostenanteil und kann sich bei mir im Laden dafür Lebensmittel abholen“, erklärt Döring. „Ich habe die Sicherheit und die Kunden die Transparenz.“ Derzeit sind bei ihm 34 Menschen an dem Projekt beteiligt. Das ist für Döring allerdings schon die obere Grenze - schließlich muss er auch alle, die zahlen, mit Lebensmitteln versorgen können, und da gibt es keine unbegrenzten Kapazitäten.

Hofladen von Till Döring:

Gippes 6

34590 Wabern-Zennern

Öffnungszeiten: freitags von 13 bis 18 Uhr

Regional Einkaufen liegt im Trend. Deshalb haben wir die Hofläden der Region zusammengestellt. 

Rubriklistenbild: © Döring/nh

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