Herbstmärkte: Magnete für die Innenstädte

Homberg/Fritzlar. Echte Publikumsmagnete sind jedes Jahr die Herbstmärkte zum Erntedankfest, die am Sonntag in Fritzlar und Homberg stattfanden.

So ging auch in der Homberger Innenstadt angesichts der Menschenmassen zeitweilig kein Stein mehr zu Boden. 46 Herbstmarkt-Aussteller sowie die Verkaufsöffnung der Homberger Geschäfte zogen viele Menschen an.

Das freute besonders die neu formierte Homberger Herbstmarkt-Gilde und das Stadtmarketing, deren Kooperation sich als gelungener Schachzug erwies. Dabei lag die Organisation erstmals in den Händen von Heike Ohnstedt und Heinz-Jürgen Eckel. „Wir haben seit Monaten gründlich geplant und bei den Marktbeschickern Bewährtes aufgegriffen und Neues einbezogen: Das zahlt sich heute aus“, sagte Eckel und freute sich über den Besucherandrang bei Sonnenschein und milden Temperaturen.

Positive Reaktionen kamen auch von den Besuchern: Steffi Gruner aus Homberg lobte neben Neuentdeckungen, die sie gemacht hatte, auch die hohe Qualität der herbstlichen Präsentation: „Kitsch und Ramsch haben hier keinen Platz, hier wird ansprechende Qualität geboten.“ Traditionelle Handwerkskünste und hochwertiges Kunsthandwerk, saisonale Köstlichkeiten, Mitmach-Aktionen für Kinder und Kulturangebote sorgten für Abwechslung.

Ein riesengroßer Besucheransturm war auch in Fritzlar zu verzeichnen. Bereits kurz vor Mittag war viel los. Vom Domstadtcenter über den Marktplatz, zum Regionalmuseum, in den Hardehäuser Hof und in die Kulturscheune - das waren die Hauptanlaufpunkte. Dazu hatten die Geschäfte ab 13 Uhr geöffnet und die Restaurants und Café freuten sich über die vielen Gäste.

Auffällig waren die Männer und Frauen in Jägertrachten, die ab 14 Uhr dafür sorgten, dass auf dem Marktplatz nichts mehr ging. Anlässlich des 50. Geburtstages des Kreisjagdvereins Hubertus Fritzlar-Homberg waren neben dem Jubiläums-Bläserchor zwölf weitere Jagdhornbläsergruppen aus dem weiten Umfeld nach Fritzlar gekommen. Den Auftakt machten die 230 Bläser mit dem traditionellen Jagdhornsignal „Begrüßung“, dirigiert vom musikalischen Leiter des Kreisjagdvereins, Roland Baumunk.

In der Kulturscheune in der Flehmengasse gab es die 7. und letzte Scheunenöffnung für dieses Jahr mit der Dixieband NeoOrleo und einem Frühstück, im Hardehäuser Hof stöberten die Besucher beim Kunsthandwerkermarkt, und im Regionalmuseum gab es auch schon warme Sachen für Herbst und Winter. Ein Anziehungspunkt war der Bauernmarkt am Domstadtcenter, wo Kürbisse geschnitzt wurden. (zse/zzp)

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