Hippies ließen grüßen: Weltmusik-Comedy mit Türzueszieht in der ausverkauften Kulturscheune

Volles Haus beim Konzert: Tony Clark und seine Mitstreiter unterhielten die Gäste mit wahnwitzigen Arrangements und Umtextungen von bekannten Songs, Fotos: Zerhau

Fritzlar. Das war ein Abend ganz nach dem Geschmack des Publikums. Über 100 Gäste waren am Wochenende begeistert vom Auftritt der südhessischen Band Türzueszieht.

Band-Chef Olaf Mill, Tony Clark, Karsten Kutscher und Peter Koch unterhielten die Gäste gute zwei Stunden mit wahnwitzigen Arrangements und Umtextungen von bekannten Songs, plauderten im unverkennbaren Südhessisch munter drauf los, zeigten virtuose Arbeit auf akustischen Gitarren, Bässen, Mandolinen und japanischen Nasenflöten, unterstützt von der einmaligen Stimme und dem orientalischen Klangteppichen von Tony Clark.

Bei den Texten wurde dann aus Desmond Dekkers Israelites von 1967 das umgetextete oh,oh, jetzt isses so weit.

Ins Deutsche übernommen wurde der Tom Jones-Hit Delilah auch schon von Peter Alexander, den Türzueszieht ebenfalls mit im Programm hatten.

Dazu gab es musikalische Zeitreise zu Hare Krishna mit Räucherstäbchen und Joan Beaz´Guantanamera, aber auch Songs auf selbst gebauten Instrumenten wie dem Obifon, deren Bestandteile aus der Sanitärabteilung des Baumarkts kommen und das fast so klingt wie das australische Didgeridoo.

Musikalisch in der Hippie-Zeit angekommen, texteten sie: „Lange Haare und Bart, das Leben ist so hart. Die Haare fielen immer ins Essen, wir waren ja nur Hippies in Hessen. Und nach dem Joint, die Musik war schön, wir konnten alle Töne sehen“.

Trotz der langen Bühnenerfahrung, oder gerade deswegen, spürte man beim Auftritt in der Kulturscheune den riesengroßen Spaß der vier Musiker um das Frankfurter Comedy-Urgestein Olaf Mill, mit dem sie ihre Gäste restlos begeisterten.

• Das nächste Event ist am 6. November, wenn Rob Tognoni, the Tasmanian Devil, Bluesrock aus Australien präsentiert. (zzp)

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