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Hitze sorgt für Besucherrekorde an Seen und Freibädern im Schwalm-Eder-Kreis

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Von: Claudia Brandau, Christina Zapf

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Die Hitze trieb Tausende in Freibäder.
Die Hitze trieb Tausende in Freibäder. © Chantal Müller

Ob am Naturbadesee Stockelache, im Fritzlarer Eder-Auen-Bad oder im Melsunger Freibad: Am Wochenende herrschte Ausnahmezustand, der auch zum Parkchaos führte.

Der bislang heißeste Tag des Jahres sorgte am Sonntag für Besucherrekorde an den Seen und in den Freibädern im Landkreis. Im Fritzlarer Eder-Auen-Bad wurden mit über 5000 so viele Tagestickets verkauft wie nie zuvor, am Naturbadesee Stockelache gingen 5237 Eintrittskarten über den Tresen.

Auch in den anderen Bädern und an den Seen herrschte riesiger Besucherandrang und damit Ausnahmezustand. Im Melsunger Freibad wurden rekordverdächtige 2160 Gäste gezählt, auch im Ziegenhainer und Felsberger Freibad seien am Sonntag die Besucherzahlen „durch die Decke gegangen“, so eine Mitarbeiterin.

Der Ansturm führte aber auch zu chaotischen Begleiterscheinungen. In Singlis hatten die ungezählten Badegäste mit ihren Fahrzeugen das halbe Dorf zugeparkt, berichtet Borkens Wirtschaftsförderer Stefan Pruschwitz.

Mitarbeiter eines Parküberwachungsdienstes hätten Strafzettel verteilt und versucht, mithilfe von Abschleppdiensten die Rettungswege freizuhalten.

Auch rund um den Naturbadesee Stockelache herrschte das Parkchaos. Nicht nur die Flächen rund um den See, auch die Bundesstraße sei in beide Richtungen zugeparkt gewesen. Das habe auch eine Durchsage nicht verhindert, die die Radiosender ab Sonntagmittag brachten: Sie meldeten, dass die Badegäste die Stockelache wegen des überfüllten Parkplatzes nicht mehr anfahren sollten. „Wer einmal bei dieser Hitze mit Kindern im Auto sitzt, der dreht nicht mehr um, der hofft aufs letzte freie Plätzchen am See“, sagt Stefan Pruschwitz.

Kein legales Plätzchen aber mehr gab es für die vielen Autos an den Seen. Natürlich freue sich die Stadt Borken über den bombastischen Besucheransturm, sagt Pruschwitz. Doch stehe sie nun vor der Herausforderung, weitere gute und sichere Parkmöglichkeiten schaffen zu müssen. Da die Felder aber noch nicht abgeerntet seien, stehe die Stadt vor dem Problem, dass es nicht genügend Flächen gibt, die sicheres Parken ermöglicht.  

Keine Randale, keine Verletzten

So groß der Ansturm und das Park-Chaos vielerorts auch waren, so gab es doch weder Streitereien noch Randale, so wie es unserer Zeitung aus einem Bad im Landkreis Groß-Gerau vermeldete. An der Stockelache erlitt ein Besucher einen Hitzekollaps, doch ereignete sich weder ein Badeunfall noch ein Massenstreit. „Die Hitze erhöhte zwar das Energieniveau – der Badebetrieb aber blieb friedlich und normal“, so Stefan Pruschwitz von der Stadt Borken. 

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