Kommentar zur ländlichen Gastronomie: Wettbewerb mit Amateuren

Schwalmstadt. Die ländliche Gastronomie steht unter Druck, rund 700 Gaststätten in Hessen werden die kommenden fünf Jahre nicht überstehen.  Das ist nicht nur schlecht für die Betreiber. Ein Kommentar von Anne Quehl.

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Am Gedeihen einer gut geführten Landgaststätte hängt nicht nur die Existenz der Inhaberfamilie und zumindest ein Teil der dörflichen Sozialastruktur. Wo keine Gastlichkeit herrscht, wird sich auch kein auswärtiger Gast einfinden, oder: Das zarte Pflänzchen Tourismus wird nur dort erblühen, wo auch die Gastronomie stimmt.

Um das zu unterstreichen, touren Dehoga-Vertreter durch die Lande, die den Verwaltungschefs direkt ins Gewissen reden wollen, denn die Gemeinden haben in den vergangenen Jahrzehnten wenig für die Gastronomie bewegt. Für immer schärfere Auflagen und unterm Strich kostspielige Auflagen im Brand- und Verbraucherschutz sind sie nicht verantwortlich. Schwerwiegender wiegt für Gastronomen der Wettbewerb mit Amateuren. In Vereins- und Sporthäusern landauf, landab hat sich längst eine Schattengastronomie etabliert, von der in den Dorfgemeinschaftshäusern gar nicht zu reden. Die steht der Gruppe der Touristen nicht zur Verfügung, doch von und für Ausflügler und Touristen allein können Profis vielerorts nicht existieren. 

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