Kommentar zur Geburtshilfe in Fritzlar: Neue Offenheit im Hospital 

Fritzlar. Seit 2012 beschäftigt man sich am Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist damit, dass Nachfolger für die Belegärzte der Abteilung Gynäkologie und Geburtshilfe gefunden werden müssen - bislang vergeblich. Ein Kommentar von Maja Yüce.

Bei der angekündigten Pressekonferenz zur „Fortführung der geburtshilflichen Station" gab es nicht die von vielen erhoffte positive Nachricht.

Was es aber gab, war endlich ein tiefer Einblick in die bisherigen Bemühungen - bis hin zu der Zahl der geführten Telefonate mit möglichen Kandidaten. Das ist eine Offenheit, die gut tut. Denn nicht nur die Mitarbeiter, auch viele Menschen in der Region bangen um die Existenz der Entbindungsstation.

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Deutlich wurde, dass es ein riesiger Kraftakt ist, einen passenden Facharzt zu finden, der in eine Klinik aufs Land wechselt. Es wird Zeit, dass die Politik handelt und Anreize schafft. Denn selbst wenn es noch gelingen sollte, Nachfolger für die bisherigen Gynäkologen zu finden, geht der Kampf um den Erhalt kleiner Kliniken wie dem Hospital weiter: Krankenhäuser werden künftig noch stärker Qualitätsmanagement betreiben müssen und ab 2017 wird es zudem wohl schwerer, zusätzliche Leistungen vergütet zu bekommen. Experten gehen davon aus, dass es für Kliniken mit weniger als 300 Betten immer schwerer wird zu überleben.

Werden also Nachfolger für die emsigen Gynäkologen Braun und Kersting gefunden, wäre das auch insgesamt ein Stück Standortsicherung. Wie sagte Carsten Bismarck: Die Hoffnung stirbt zuletzt. Der Mediziner muss es wissen.

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