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Höhere Kosten wegen der Krise: Eintritt im Wildpark Knüll steigt

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Von: Daniel Seeger

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Die große Rotwild-Population im Hohen Kellerwald bei Bad Zwesten setzt den Bäumen zu.
Wer im Herbst die Hirschbrunft im Wildpark Knüll beobachten möchte, muss sich noch keine Gedanken um höhere Eintrittspreise machen. Teurer wird es für Besucher erst ab dem kommenden Jahr. (Archivfoto) © Manfred Delpho

Der Schwalm-Eder-Kreis erhöht wegen der Krise die Preise für seine Jugend- und Freizeiteinrichtungen. Betroffen sind der Wildpark und beliebte Urlaubsziele.

Schwalm-Eder – Gleich zweimal waren die Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Landkreises Thema bei der gestrigen Sitzung des Kreistages in der Melsunger Kulturfabrik. Neben dem Jahresabschluss ging es im Parlament auch um die Reaktion auf die „allgemeinen Kostensteigerungen und Tariferhöhungen“, wie es in dem Beschlussvorschlag heißt.

Preisentwicklung

Die Übernachtungspreise sollen in den Einrichtungen des Kreises ab dem 27. Dezember um zwei Euro pro Person und Nacht angehoben werden. Zu den Einrichtungen gehören das Buchenhaus in Schönau am Königssee, das Haus Schwalm-Eder in Westerland auf Sylt und das Jugendcamp.

Auch der Eintritt für den Wildpark Knüll wird teurer. Der Preis für Erwachsene erhöht sich um einen Euro und die Preise für Kinder ebenfalls um einen Euro beziehungsweise um 50 Cent bei Kindergruppen. Die Erhöhung tritt mit dem Jahreswechsel in Kraft.

Die Parlamentarier verzichteten auf eine Diskussion und verabschiedeten die Erhöhungen einstimmig. Zunächst war auch geplant, den Preis für die Familienkarte um zwei Euro zu erhöhen, im Haupt- und Finanzausschuss einigte man sich jedoch, auf diese Erhöhung zu verzichten.

Jahresabschluss

Nachdem Wirtschaftsprüfer den Jahresabschluss des Eigenbetriebs der Jugend- und Freizeiteinrichtungen des Schwalm-Eder-Kreises überprüft hatten, wurde dieser nun auch einstimmig vom Parlament abgesegnet. Die Corona-Pandemie hinterlässt dabei nach wie vor deutliche Spuren im Ergebnis des Eigenbetriebs für Jugend- und Freizeiteinrichtungen.

Für das Jahr 2021 erwirtschaftete der Eigenbetrieb einen Verlust von rund 101 000 Euro. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag der Verlust bei rund 238 000 Euro – und das trotz Corona-Hilfen in Höhe von rund 170 000 Euro, die in 2021 nicht flossen. Geplant hatte man ursprünglich mit einem Verlust von 272 000 Euro. Dass der nicht eingetreten ist, liegt laut dem Bericht der Prüfer maßgeblich an den Schließungen und den teilweise eingeschränkten Betriebsmöglichkeiten im Jahr 2021 – das Ergebnis konnte insbesondere über Kosteneinsparungen verbessert werden. Im Vergleich zum Jahr 2021 haben sich die Einnahmen aus Eintrittsgeldern für den Wildpark (ein Minus von rund 18 000 Euro) sowie die Einnahmen aus Verpflegung und Übernachtung (minus 36 000 Euro) nur leicht reduziert.

Wie sehr die Pandemie in den vergangenen Jahren Einfluss auf das Ergebnis der Eigenbetriebe hatte, zeigt ein Blick auf die Umsatzerlöse, die laut Landkreis in 2019 noch über zwei Millionen Euro lagen. 2021 lagen sie nur noch bei rund 989 000 Euro. (Daniel Seeger)

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