Menschen stehen Schlange

Andrang an der ersten Station der Impftour

Unerwarteter Andrang am Parkplatz des Einkaufszentrums in Homberg: Die Menschen standen gestern Schlange, um sich im Wagen des DRK ohne Anmeldung impfen zu lassen.
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Unerwarteter Andrang am Parkplatz des Einkaufszentrums in Homberg: Die Menschen standen gestern Schlange, um sich im Wagen des DRK ohne Anmeldung impfen zu lassen.

Es gibt genug Impfstoff gegen das Coronavirus, doch es fehlt an Impfwilligen. Deshalb startete am Dienstag, 3. August, die mobile Impftour des Landkreises durch zehn Kommunen.

Schwalm-Eder – Jetzt, wo der Landkreis genug Impfstoff gegen das Coronavirus zur Verfügung hätte, fehlt es an Impfwilligen. Im Schwalm-Eder-Kreis entwickelt man deshalb nun viele Ideen, um der zunehmenden Impfmüdigkeit zu begegnen: Im Fritzlarer Impfzentrum ist seit zwei Wochen kein Termin mehr nötig, um sich piksen zu lassen, ein sogenanntes After-Work-Impfen bot jetzt sogar bis 21 Uhr die Chance auf Schutz.

„Die Resonanz darauf war sehr positiv“, so der Erste Kreisbeigeordnete Jürgen Kaufmann. Insgesamt kamen an diesem Tag zusätzlich 130 Personen zum Impfen.

Start der mobilen Impftour in Homberg: Viele Menschen wollten sich impfen lassen

Am Dienstag, 3. August, allerdings blieb das Impfzentrum geschlossen, denn die mobile Impftour des Landkreises durch zehn Kommunen startete am Morgen in Homberg. Schon bevor es überhaupt um 10 Uhr losging, bildeten die Impfwilligen eine lange Schlange.

Von Impfmüdigkeit war beim Startschuss für die noch bis zum 14. August andauernde Tour nichts zu bemerken, die Mitarbeiter des Roten Kreuzes und die Ärzte hatten alle Hände voll zu tun – 153 Menschen wurden insgesamt in Homberg geimpft.

Über das mobile Impfteam werden ausschließlich die Impfstoffe von Johnson & Johnson (ab 18 Jahren) sowie Biontech/Pfizer verimpft. „Wir haben uns ganz bewusst dafür entschieden, Sonderaktionen nicht ausschließlich im Impfzentrum anzubieten, um möglichst viele Menschen zu erreichen“, so Kaufmann.

Steigende Inzidenzen sind Grund, dass sich noch Unentschlossene nun impfen lassen

Das große Gefährt des DRK erwies sich dabei als äußerst gut geeignet für die Aktion: „Es ist wie ein Impfzentrum im Kleinformat“, sagte Nina Beyer, Ärztliche Leiterin des Impfzentrums. Auch sie zeigte sich positiv überrascht vom unerwarteten Andrang. „Die große Bereitschaft der Menschen, unser niedrigschwelliges Angebot zu nutzen und sich hier impfen zu lassen, macht uns großen Mut für die nächsten Stationen“, sagte Beyer.

Ein Anreiz für viele, die da gestern auch Wartezeiten in Kauf nahmen, könnte sein, dass Impfzentren demnächst geschlossen werden, zugleich aber die Inzidenzen wieder ansteigen: „Das könnte ein Grund sein, der bislang Unentschlossene hat umdenken lassen“, so Beyer. (Maja Yüce und Claudia Brandau)

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