Serie „Jahresausblick“

Den Straßenschäden in Homberg geht’s an den Kragen

Soll in diesem Jahr saniert werden: die Berliner Straße in Holzhausen. Archiv
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Soll in diesem Jahr saniert werden: die Berliner Straße in Holzhausen.

Auch abseits der Coronapandemie stehen in den Kommunen wichtige Projekte und Themen an. Wir geben einen Überblick zum Jahresbeginn. Heute: Homberg.

Homberg – Mit dem Projekt Sommer der Pioniere will Homberg viele kreative Köpfe in die Stadt holen – als zweite Stadt bundesweit. Das ist allerdings nicht das einzige Projekt, das in diesem Jahr in der Kreisstadt ansteht.

Jahresausblick Homberg: Politik

Für die vielen ehrenamtlichen Lokalpolitiker geht es nicht nur um eine eventuelle Wiederwahl, sondern um einige wichtige Entscheidungen. Das Votum für oder gegen den Kauf der ehemaligen Kreisklinik an der Melsunger Straße muss spätestens in der Stadtverordnetenversammlung im Mai fallen, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Bis zum 31. Mai hat das Kaufangebot des Asklepios-Konzerns Bestand.

Wie es mit den Feuerwehren Homberg-Kernstadt und Holzhausen weitergeht, müsse ebenfalls noch in diesem Jahr geklärt werden. Laut Ritz hat der Holzhäuser Ortsbeirat inzwischen drei alternative Standorte vorgelegt. Diese würden derzeit untersucht. „Die Standortfrage müssen wir dieses Jahr klären.“

In Sachen Dorfladen Wernswig, der Ende 2020 schließen musste, hatte sich die Stadt bereits im vergangenen Jahr um die Gründung einer Interessensgemeinschaft bemüht. Derzeit würden kräftig Businesspläne geschmiedet, berichtet Ritz. „Da steckt viel Arbeit drin.“

Jahresausblick Homberg: Bauen

Ganz oben auf der Liste der Bauprojekte in Homberg: Straßensanierungen. Drei Millionen Euro hat die Verwaltung für diesen Posten eingeplant. Die Hersfelder Straße wird voraussichtlich im März gesperrt.

Dort steht der erste Bauabschnitt zwischen Holzhäuser Straße und Welferoder Straße an. Auch die Sanierung der Berliner Straße in Holzhausen wird noch in diesem Jahr umgesetzt, berichtet Ritz. Für die Allmuthshäuser ruckelt es künftig ein bisschen weniger: Ihre Ortsdurchfahrt wird saniert.

Fußballer dürfen sich ebenso freuen wie Verkehrsteilnehmer. Für sie wird der von vielen lang ersehnte Kunstrasenplatz auf dem Stellberg gebaut. Der Rathauschef rechnet mit einem Baubeginn noch im Frühjahr.

Jahresausblick Homberg: Wohnen

Homberg muss Wohnraum schaffen. Weil auch die Nachfrage nach Bauplätzen für Ein- und Zweifamilienhäuser in Stadt und Stadtteilen steigt, soll sich das Parlament mit dem Verkauf von Baugrundstücken in Caßdorf beschäftigen, kündigt Ritz an.

In Mühlhausen läuft ein Baulandumlegeverfahren. Denn die drei städtischen Baugebiete sind längst ausverkauft. In der Stadt selbst nimmt derweil ein Projekt in der Freiheit Gestalt an. In der alten Möbelfabrik und dem angrenzenden Fachwerkhaus entstehen zehn Eigentumswohnungen.

Die Arbeiten an dem Kulturdenkmal werden in dem Homberger Stadtteil die zweitgrößte Baustelle nach dem Bau des Kirchenkreisamts sein.

Jahresausblick Homberg: Stadtleben

Summer of Pioneers, Dorfentwicklung, Verbesserung des Stadtparks und Sanierung des Gasthaus Krone: Die Liste der Projekte, die Homberg lebenswerter machen sollen, ist lang. Vor allem in die 20 Digitalarbeiter wird Hoffnung gesetzt.

Musste das Projekt vergangenes Jahr aufgrund der Coronakrise noch verschoben werden, soll es in diesem Jahr auf jeden Fall stattfinden. Ob der Starttermin im April gehalten werden kann, bleibe abzuwarten. „Es sind noch viele Bewerber von 2020 dabei“, sagt Ritz. Es gebe eine Warteliste. Ritz zeigt sich überzeugt, dass die angestrebte Teilnehmerzahl erfüllt wird.

Wenn bei der Sanierung des Gasthaus Krone zum Kulturzentrum alles nach Plan läuft, könnte es nach Meinung des Bürgermeisters in der Adventszeit erste Veranstaltungen geben. Der Startschuss für die Umstrukturierung des Stadtparks falle wohl im Herbst.

Von Chantal Müller

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