Schauspielgruppe feiert 40-jähriges Bestehen

Kleine Bühne Schwalm-Eder feiert Premiere mit "Der Nackte Wahnsinn"

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Von hinten ist es komischer, als von vorn: Im Stück „Der Nackte Wahnsinn“ werden die Schauspieler der Kleinen Bühne Schwalm-Eder die Türen ordentlich knallen lassen. 

Homberg. Seit 40 Jahren besteht die Kleine Bühne Schwalm-Eder inzwischen. Das Jubiläum feiern die Schauspieler mit einer Neuauflage ihrer liebsten Stücke. Am Freitag feiern sie Premiere mit "Der Nackte Wahnsinn".

Die Zeitung gemein zerknüllt. Die Tür verklemmt. Das Telefonkabel abgerissen. Im Wischeimer schwimmt die Schnapsflasche. War das Absicht? Nein, es ist „Der Nackte Wahnsinn“. So heißt das Stück, das die Kleine Bühne Schwalm-Eder anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens auf die Bühne gebracht hat. Die Premiere ist am Freitag, 14. September, ab 20 Uhr in der Homberger Stadthalle.

Geschrieben hat das Stück der Engländer Michael Frayns, der 2004 das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse erhielt. Der Autor beschäftigte sich intensiv mit der deutschen Geschichte. Doch er verfasste auch die „Mutter aller Komödien“. Wo er nach einem Blick hinter die Kulissen feststellte: Von hinten ist es komischer, als von vorn.

Die Kleine Bühne lässt nun das Publikum an dieser Entdeckung teilhaben. Die Mitglieder – ob Landwirt, Rechtsanwalt, oder Studentin – kommen aus allen beruflichen Ebenen. Sie sind also das, was sie darstellen, Menschen im Alltag, die sich dem Theater verschrieben haben. Dafür wurde seit Februar oft mehr als drei Mal in der Woche geprobt. Doch im Stück geht es dabei immer auf das Komischste schief. Zack! Zack! So heißt es, wenn die Türen knallen und Auf- und Abgänge ins hochdramatische übergehen. Ja, so geht es zu hinter den Kulissen, auf der Bühne und wohl auch im wahren Leben.

Hat die Stadthalle eine Drehbühne? Nein, aber die Illusion entsteht. Jens Boland ist für den Bühnenaufbau verantwortlich. Regisseur Ludgerus Damen, seit 33 Jahren dabei, wird assistiert von Almuth Karger. Nicht zu sehen ist Roman Fröde, der Mann der Technik.

Sehr wohl zu sehen sind aber die Schauspieler: Susanne Braun als Mrs. Clackett, Florian Werle als Roger Tramplemain, Luisa Döls als Vicki, Ralf-Peter Stiefel verkörpert Philip Brent, Ellen Zuschlag die Flavia Brent. Bernd Schuy spielt einen Einbrecher, Arnim Jott Regisseur Lord Dallas. Jens Boland tritt als Inspizient und Bühnenmeister Timm Allgood auf, Hanne Ebert ist Regieassistentin Poppy Morton-Taylor.

Zum Jubiläum ist am Samstag, 15. September, von 14 Uhr an Programm geplant. Es soll Geburtstagsüberraschungen und eine Ausstellung geben. Weitere Aufführungstermine sind: Samstag, 15. September, Stadthalle Homberg, 20 Uhr; Freitag, 5. Oktober, Stadthalle Homberg 20 Uhr; Samstag, 6. Oktober, Stadthalle Homberg, 20 Uhr; Sonntag, 7. Oktober, Stadthalle Homberg, 18 Uhr.

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