Älteste Boygroup der Welt

Als Vorgruppe der Don Kosaken Serge Jaroff trat die Homberger Liedertafel auf

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Blick in die russische Seele: Die Sänger des Don Kosaken Chores Serge Jaroff bei ihrem Auftritt in Homberg. Als Vorgruppe trat die Liedertafel 1830 (kleines Bild) auf.

Homberg. Einmal mehr war es dem Homberger Kulturring gelungen, dem zahlreich erschienenen Publikum in der Stadthalle ein kulturelles Ereignis der besonderen Art zu bieten.

Gemeinsam traten die Homberger Liedertafel 1830 und der weltberühmte Don Kosaken Chor Serge Jaroff auf.

Wobei die Liedertafel mit vier Liedern eine Art Vorgruppe bildete. Das passte dann auch zur launigen Moderation, es würde sich um die älteste Boygroup der Welt handeln. Das abschließende Lied wurde als gelungene Überleitung russisch gesungen.

In schwarzer Don-Kosaken Uniform mit roten Biesen kamen die dreizehn Sänger unter Leitung des Dirigenten Wanja Hlibka auf die Bühne. Der legendere Chor wurde bereits 1921 in einem türkischen Internierungslager von Serge Jaroff gegründet. Lange Jahre hatte Wanja Hlibka als jüngster Solist mitgewirkt, bis er ab 2001 die Leitung übernahm.

Wurden vom Moderator als älteste Boyband der Welt bezeichnet: Die Homberger Liedertafel.

Das Programm begann mit Musikstücken in der hohen Kunst der sakralen, russischen Musik, wie sie nur von diesem Chor in einzigartiger Weise geboten wird. Die hier zu Gehör gebrachte, nahezu unfassbare Kraft menschlicher Stimmen ließ die Zuhörerschaft erbeben. Der Engel rief der Gebenedeiten zu, lautete ein Titel. Ja, so könnte es sich anhören, sollten sich himmlische Heerscharen nähern.

Abendglocken, ein in ganz Deutschland bekanntes Lied, durfte natürlich im Programm nicht fehlen. Hier gab es dann auch die ersten Bravo-Rufe.

Die nun folgenden, wunderbar intonierten Volkslieder ließen einen Blick in die russische Seele in ihrer Weite, Tragik und oft unerfüllten Liebe zu. Als Dank für die stehend dargebrachten Ovationen erklang somit noch für den Nachhauseweg ein Lied über den Glauben an die Macht der Liebe. Das Konzert war ein unvergessliches Erlebnis, welches in der Erinnerung wohl so manchen Zuhörer an den kommenden, trüben und kalten Tagen angenehm erwärmen wird.

Von Michael Meinicke

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