Mehr als 40.000 Euro Schaden

Alle teuren Räder sind weg: Zweiter Einbruch innerhalb eines halben Jahres

Sie können nicht fassen, dass schon wieder eingebrochen wurde: Eckhardt Rothauge, Inhaber des gleichnamigen Fahrradladens, und Auszubildende Anastasia Empler. Foto: Laumann

Homberg. Weißer Putz liegt auf dem Boden, auf den braunen Fliesen sind hellblaue Flecken, das Schloss in der Eingangstür ist herausgebrochen.

Eckhardt Rothauge steht Donnerstagmorgen in seinem Laden und kann nicht fassen, was in der Nacht zuvor passiert ist: Zum zweiten Mal innerhalb eines halben Jahres sind Unbekannte in seinen Fahrradladen am Basthauptweg eingebrochen. Dieses Mal haben die Täter 45 Elektrofahrräder und Mountainbikes gestohlen. Geschätzter Schaden: mehr als 40.000 Euro.

Es ist 7.30 Uhr, als seine Verlobte Katharina Plünnecke den Einbruch entdeckt. Sie fährt mit ihrem Auto am Geschäft vorbei und sieht, dass die Tür offensteht. „Wir wohnen 20 Meter weiter, haben aber nichts gehört“, sagt Rothauge. Dabei sind die Täter mit Gewalt vorgegangen. Sie haben das Schloss aufgebrochen und die dicke Stahlstange vor der Tür heruntergerissen. Die Stange hatte Rothauge nach dem ersten Einbruch extra anbringen lassen.

Der Händler ist sich sicher, dass mehrere Täter am Werk waren. Und er geht noch weiter: Er glaubt, dass es die selben wie beim ersten Einbruch im Oktober waren. „Da sind die auch vorne reingegangen“, erklärt er. Damals wurden 20 Räder mitgenommen, dieses Mal rund 40. Im Erdgeschoss standen die Eletroräder, 15 Stück, dicht gestellt. „Alle weg“, sagt Rothauge und geht die Holztreppe in die zweite Etage hoch. Dort standen bis Donnerstagmorgen hochwertige Mountainbikes für 1500, 2000, 3000 Euro. „Die ab 1000 Euro sind alle weg.“ Die Räder wurden wenige Meter weiter hinter einer Halle verladen. „Zwei Fahrräder haben die Täter stehengelassen, die haben sie wohl nicht mehr mitbekommen“, mutmaßt der Händler. Um die Spuren zu verwischen, haben sich die Täter am Sortiment bedient - und auf dem Boden Frostschutzmittel verteilt.

Eckhardt Rothauge ist geschockt. „Ich muss jetzt erst einmal abwarten, was die Polizei und die Versicherung sagen“, erklärt er. Gerade die Versicherung bereite ihm Sorgen. „Sie hat beim letzten Mal schon die Prämie erhöht.“ Einen finanziellen Schaden habe er somit in jedem Fall.

Ebenfalls bitter: Jetzt, wo die Fahrradsaison beginnt, fehlen Rothauge die Räder. „Die müssen wir bestellen.“ Der Einzelhändler rechnet mit einer Wartezeit von mehreren Wochen. Neben dem materiellen Schaden bleibt bei ihm noch etwas anderes: „Es ist ein mulmiges Gefühl, wenn man sich nicht mehr sicher fühlen kann.“

Das sagt die Polizei

Laut Polizei wurden bei dem Einbruch in der Nacht zu Mittwoch neben den 45 Fahrrädern auch drei Werkzeugkisten sowie Fahrradzubehör erbeutet. Die vorhandenen Spuren deuten darauf hin, dass die Täter das Diebesgut zur Rückseite des gegenüber liegenden Heimwerkermarktes transportiert haben. Dort wurden die Sachen in ein Fahrzeug geladen. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Fahrzeug um mindestens einen Kleintransporter handelt. „Die Fahrräder waren groß und schwer“, sagte Pressesprecher Markus Brettschneider, und ergänzt: „Die Täter haben eine gewisse Zeit gebraucht.“

Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Personen gesehen oder auffällige Geräusche gehört haben, sich bei den Beamten in Homberg zu melden. Hinweise werden unter Tel. 05681/7740 entgegen genommen.

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