Platz für Feste bleibt

Alles neu inmitten des Parks: Aktionstag zur Umgestaltung in Homberg

Janina Heinemann, Rouven Hahn, Jan Schmitt, Michael Herz und Helene Pankratz stehen im Homberger Stadtpark.
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Kümmern sich um die Umgestaltung: von links Janina Heinemann, Rouven Hahn, Jan Schmitt, Michael Herz und Helene Pankratz.

Der Homberger Stadtpark verändert sich – und zwar so, dass sich Homberger dort künftig so richtig wohlfühlen sollen, wenn sie zwischen den teils jahrhundertealten Bäumen hindurch schlendern.

Homberg - Neben einer verbesserten Aufenthaltsqualität geht es auch um neue Freizeitmöglichkeiten. Was geplant ist, stellen Stadt und Planungsbüro am Samstag, 6. November, bei einem großen Aktionstag vor.

Der Park soll attraktiver werden, ein Aufenthaltsort für Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren werden. Deshalb wird das Wegesystem angepasst, im oberen Parkteil soll es ein Spielangebot geben. Ein Familiencafé wird Speisen, Getränke, Spielgeräte bieten. Die Beleuchtung im Park soll verbessert, ein barrierefreier Zugang von der Kasseler Straße aus ermöglicht werden. Der alte Baumbestand bleibt erhalten, ein Teil der Grabmale bleibt. Die, die verwittert sind, sollen auf den Alten Friedhof verlegt werden, erklärt Michael Herz vom Büro „foundation 5+“.

„Der Platz für Feste bleibt“, stellt er klar. Homberger müssen sich also auch nach der Umgestaltung, die Teil des Förderprogramms „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ ist, nicht um Weinfest und Parkbankkonzerte sorgen. Wichtig ist, dass der Park auf zwei Standbeine gestellt werden soll: Er soll attraktiv sein für Kinder, Erwachsene und Senioren. Er soll aber auch Raum für Jugendliche bieten. „Man soll hier gemeinsam Spaß haben können.“

Deshalb gab es eine erste Jugendbeteiligung. Sie fand online statt – mit einer großen Resonanz, berichtet Jugendarbeiter Jan Schmitt. „Eine Bürgerversammlung ist einfach nicht der Ort, an dem man Jugendliche findet, wenn es darum geht, ihre Belange einzubringen.“

Die Stadtjugendpflege wird beim Aktionstag mit einem Infomobil vor Ort sein. An zwei Terminals können Jugendliche ihre Ideen loswerden. Mit dabei sind außerdem Spiele wie Frisbee und Badminton. „Wir wollen zeigen, was man im Park alles machen kann“, sagt Schmitt. Er macht aber auch klar: Es werde kein Streetball-Feld im Park geben. „Der Park ist ein Naturdenkmal“, sagt Herz. Genau so müsse er auch behandelt werden. Mit der Idee, Spiele über das geplante Familiencafé ausleihbar zu machen, könne leichter auf Trends und Strömungen reagiert werden. Mit dabei sein sollen allerdings auch Klassiker wie ein Schachspiel.

Für den Aktionstag, der von 11 bis 15 Uhr stattfindet, soll im Park eine große Murmelbahn aufgebaut werden – ein Angebot, das laut Klimaschutzmanagerin Helene Pankratz auch dauerhaft auf der Fläche einziehen könnte. Erzieherinnen werden ein Programm gestalten und ebenso vor Ort sein wie Verantwortliche der Stadtverwaltung und Planer. Es können Ideen, Anregungen, Wünsche formuliert und einiges ausgetestet werden. Auf großen Übersichtsplänen etwa können Ideen zur Gestaltung angepinnt werden.

Wer am Aktionstag nicht teilnehmen kann, hat die Möglichkeit, einen Fragebogen auszufüllen. Bis zum 16. November läuft eine zweite Umfragerunde auf der Internetseite mitmachen-homberg.de (Chantal Müller)

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