Wann Automaten aufgestellt werden, ist noch unklar

Aufschub: Noch ist das Parken in Homberg kostenlos

Homberg. Diese Nachricht wird viele Autofahrer freuen: Anders als von der Stadt geplant, müssen sie in Homberg noch keine Parkgebühren zahlen. Die Einführung der Parkgebühren rückt stattdessen weiter nach hinten.

Eigentlich wollte die Stadt in diesem Jahr die Gebühren einführen, um mit den Einnahmen Löcher in der Stadtkasse zu stopfen.

Wann tatsächlich die Parkautomaten aufgestellt werden, stehe nicht fest, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Was aber fest stehe, sei, dass man die im Haushalt eingeplanten 80.000 Euro an Gebühren nicht erreichen werde. Dieser Ausfall sei aber beherrschbar.

Ritz räumt ein, dass man bei der Planung eine konzeptionelle Ehrenrunde gedreht habe. Es sei aber auch nicht das Wichtigste, wann die Automaten stehen, sondern dass sie wirtschaftlich arbeiten, so Ritz. Daher habe man nach der Entscheidung für die Einführung der Parkgebühren - mit Hilfe der Betreiber solcher Automaten - nachgesteuert. Man sei zum Beispiel gemeinsam mit ihnen durch die Stadt gegangen, um in Sachen Standorte von der Erfahrung der Aufsteller zu profitieren. Tatsächlich hätten sie Vorschläge gemacht, die das Vorhaben verbesserten. So plane man zwar auch weiterhin mit 14 Automaten, doch sollen diese an weniger Straßen als bislang vorgesehen stehen, erklärt Ritz. In dieser Woche endete die Ausschreibungsfrist für die Anbieter. Jetzt werde man die Angebote beurteilen und sich entscheiden. Ritz ist zuversichtlich, dass man im nächsten Jahr verlässlich Einnahmen aus den Parkgebühren generieren kann.

Für die Anschaffung und Montage der Automaten kalkulierte man bisher 133.000 Euro (wir berichteten). Doch könnte die Rechnung der Automatenaufsteller günstiger ausfallen: Bis auf zwei Automaten, die im Parkhaus, sollen alle mit Solarzellen betrieben werden. Dann würden die Kosten für die Stromanschlüsse entfallen.

HINTERGRUND

Mit hohem Druck gestartet 

Zunächst sei das Thema mit hohem Druck vorangetrieben worden, um zum Ziel zu kommen. Dann sei man in die Detailplanung eingestiegen, so Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Schließlich müsse alles gut durchdacht sein. Die Parkgebühr soll künftig in der ersten Stunde 20 Cent je 15 Minuten kosten, für die zweite und jede weitere Stunde dann einen Euro. Ein Tagesparkschein soll sechs Euro kosten, so der Entwurf der Gebührenordnung. Für Wohnmobile sollen auf den Wohnmobilstellplätzen je Tag sieben Euro gezahlt werden. Berufstätige, die in der Altstadt beschäftigt sind, können einen Parkausweis für den Reithausplatz für 120 Euro/Jahr kaufen.

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