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Ausstellung im Kochs in Homberg über das Projekt der Stadtentwicklung

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Von: Christine Thiery

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Sehen sich die Ausstellung an: Martina Nöls und Willy Rockensüß.
Sehen sich die Ausstellung an: Martina Nöls und Willy Rockensüß an einem der Fotos, worauf sich Rockensüß als Bierbrauer im Rahmen des Projektes betätigte. © Christine Thiery

Zur Ausstellungseröffnung des Projektes Wandelpfad im Kochs, im ehemaligen gleichnamigen Schuhgeschäft, in Homberg war es nur ein kleiner Kreis, der sich über die Entwicklung der Innenstadt informieren wollte.

Homberg – Die Aktionen, bei denen Menschen zusammen kamen, erfreuten sich großer Beliebtheit. Etwa die Sundowner auf der Hohenburg, bei der etwa bis zu 200 Menschen den Sonnenuntergang genossen. Oder aber die Pop Up Bar im Kochs. An lauen Sommerabenden kamen die Menschen in die Bar, unterhielten sich und sprachen darüber, wie man dem Leerstand in der Stadt beikommen könnte. Zeugnisse dieser Projekte sieht man in der Ausstellung im Kochs und man bekommt einen Eindruck davon, was das Projekt will, selbst wenn man sich bisher nicht beteiligt hat.

Dass die Innenstädte sich ändern müssen und man viele neue und auch andere Ideen dafür benötigt als bisher, sei ein Faktum, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Mit dem normalen Städtebau käme man aber bei dem Umfang nicht weiter und daher sei es ein Versuch, sich solcher Projekte anzuschließen und Neues auszuprobieren. Es müsse einen Wandel geben. „Wer sich nicht ändert, der wird verändert.“

Substanzen werden durch Leerstände gefährdet

Viele Häuser in der Altstadt hätten das Problem, das entweder der Laden leer stehe oder die Wohnung darüber, sagte Städtebauplaner Markus Staedt. Langfristig werde die Substanz gefährdet durch die Leerstände, und in manchen Städten würden die Häuser abgerissen. Damit ginge ein Stück Geschichte für immer verloren. Beispiele dafür, wie man es besser mache, seien auf dem Wandelpfad zu sehen.

Angefangen mit den Efzewiesen, über die Umnutzung der Dickhautschen Möbelfabrik zu Wohnungen oder dem Gaswerk als Jugendzentrum sowie dem Kindergarten in der Altstadt. Dieser Pfad mit guten Beispielen aber auch Entwicklungspotenzial wie in der Rosengasse solle in den kommenden Wochen noch sichtbarer gemacht werden, sagte Katrin Hitziggrad von den Zukunftsoptimisten.

Martina Döls und Willy Rockensüß beteiligen sich fleißig an den Aktionen. „Der Ansatz ist gut, das ist mal was Neues“, sagt Döls. Rockensüß hat während der Ausstellung des Künstlertreffs in den vergangenen zwei Wochen Bier im Kochs gebraut. „Die Homberger nörgeln viel.“ Man müsse sich einfach mal einlassen und mitmachen. Der Künstlertreff, der erstmals im Kochs stattfand und über zwei Wochen lief, sei laut den Veranstaltern gut angenommen worden. Sie hätten 420 Besucher gezählt.

Ausstellung in Homberg noch bis Donnerstag, 22. Dezember

In den nächsten beiden Wochen kann man sich nun einen Eindruck verschaffen, was in den vergangenen Monaten entstanden ist und wie es weiter gehen soll. Fotos dokumentieren Stationen, es gibt einige Zitate aus Interviews und eine Präsentation zeigt den Spaziergang durch die Stadt auf dem Pfad.

Die Mosaikwerkstatt im Kochs kann besichtigt werden. Spaziergänge soll es auch im kommenden Jahr wieder geben, sagte Hitziggrad. Der Sundowner auf der Burg wird wiederholt und es gibt Impulsvorträge im Kochs als Zentrum des Projektes. Das Projekt dauert noch bis in den Herbst kommenden Jahres an. Die Ausstellung kann noch bis Donnerstag, 22. Dezember, besichtigt werden.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Samstag 10 bis 13 Uhr, Sonntag geschlossen, Montag bis Donnerstag 16 bis 19 Uhr.

(Christine Thiery)

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