Gutes Popcorn und ein traumhafter Blick

Das Autokino Homberg im Test

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Dieses Bild entstand bei der Spätvorstellung des Jokers im Autokino Homberg auf dem Gelände der Ostpreußenkaserne. Bei Sonnenuntergang hat man zusätzlich noch einen romantischen Blick auf den Schlossberg.

Kinobesuche waren wegen der Coronakrise in den letzten Wochen nicht möglich. Donnerstag hat im Homberg das Autokino eröffnet, in dem es neben Filmvorstellungen auf Konzerte und Lesungen geben wird. 

 „Wir haben das beste Popcorn Deutschlands“ verspricht Joachim Walther, Betreiber des Autokinos in Homberg. HNA-Volontärin Theresa Lippe hat beim ersten Kinoabend am Donnerstag aber nicht nur das Popcorn, sondern das Rund-um-Paket getestet. Ein Überblick.

Tickets und Einlass

Es kann losgehen – und zwar eine Stunde vor dem Film, damit auch bei großem Andrang jeder rechtzeitig geparkt hat. Der zugewiesene Platz ist mittig mit guter Sicht. Sicher ist der Einlass auch abgelaufen. Pro Auto erhält jeder einen Ticketcode, der am Einlass durch die geschlossene Scheibe übers Smartphone gescannt wird. Sicherheit an dieser Stelle? Check. Aus Vorsicht werden die Tickets vorab ohnehin im Internet unter openair.cine-royal.de gekauft. Ein Ticket kostet 8,80 Euro, allerdings kann man nicht weniger als zwei Karten für die Vordersitze kaufen. Der Kinobesuch kostet also, egal ob allein oder zu zweit, mindestens 17,60 Euro. Der gezeigte Film „Der Spion von nebenan“ ist sehr witzig und das Geld wert.

Snacks und Getränke

Beides muss vorab online gekauft werden. Derzeit gibt es nur Menüs zur Auswahl, die auf dem Weg zum Stellplatz durchs Fenster gereicht werden. „Gerade arbeiten wir daran, dass die Besucher vor Ort per Smartphone bestellen können und wir die Snacks und Getränke ans Auto bringen“, so Walther.

Der Popcornduft aus dem Kino fehlt im eigenen Auto leider ein bisschen. Denn die Maiskörner werden bereits vor Filmbeginn im Cine-Royal zubereitet und zum Autokino gebracht. Obwohl das Popcorn kalt ist, sei es trotzdem besser, als überall sonst, verspricht Walther. Und er hat nicht zu viel versprochen – eine große Tüte süß karamellisiertes Popcorn ist eine tolle Ergänzung zu diesem Kinoerlebnis. 

Mit leckerem Popcorn: HNA-Volontärin Theresa Lippe.

Wer’s lieber salzig mag, kriegt Nachos. Die Getränkeauswahl ist wie gewohnt: Softdrinks, Bier und Sekt. Sogar Selbstverpflegung ist, anders als sonst, nicht verboten.

Gelände und Stellplatz

Auf einer weitläufigen, abschüssigen Wiese finden bei Kinovorstellungen 200, bei Konzerten 358 Autos Platz. Die Autos werden wie auf einem Schachbrett abgestellt. Schon ein bisschen einsam, aber immerhin kein unbekannter Sitznachbar, der viel zu laut seine Nachos isst.

Scharfes Bild und klare Farben: Das Autokino auf dem Gelände der Ostpreußenkaserne hat eine 60 Quadratmeter große LED-Leinwand. 

Um die Platzzuweisung kümmern sich Ordner. Die Fahrt den Hügel herab ist etwas holprig, aber auch mit kleinem Auto gut zu bewältigen. Damit alle gut sehen können, parken kleine Wagen mittig, große am Rand: Da hat das kleine Auto endlich mal einen Vorteil. Wer zusätzlich den Sonnenuntergang am Schlossberg genießen will, sollte weiter nach hinten parken. Sehr romantisch.

Ton übers Autoradio

Den Ton empfängt der Besucher übers Autoradio. Heißer Tipp: Besser im Vorfeld testen, wie man gezielt ohne automatischen Suchlauf Frequenzen einstellt, um den Beginn des Films nicht zu verpassen. Auch wichtig: Dringend vorab rausfinden, ob das Autoradio ohne eingeschaltete Zündung läuft, um am Ende nicht mit leerer Batterie auf der Wiese zu stehen. Den Schlüssel alle drei Minuten drehen zu müssen weil das Radio aus geht, stört und lenkt vom Film ab.

Sanitäranlagen

Der Toilettenwagen ist zusätzlich mit einer barrierefreien Kabine ausgestattet. Wer mal muss, sollte die Vorsichtsmaßnahmen aber einhalten. Die Ordner haben alles genau im Blick.

Fazit

Waren mit zusammen ihrer Tochter zum ersten Mal im Autokino: Olga Koch und Daniel Schneider aus Homberg.

Die Besucher sind sich einig: Auf den Vordersitzen hat man gute Sicht und auch bei Sonne tolle Bildqualität. Eine Atmosphäre wie im Kinosaal kommt bei Tageslicht nicht richtig auf. Anders ist es sicherlich bei späten Abendvorstellungen. Alles in allem: Daumen hoch fürs Autokino, das im Navi unter „Waßmutshäuser Straße“ zu finden ist.

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