Neues Angebot: Ausbildung zum Altenpflegehelfer in Teilzeit

Awo-Altenpflegeschule Homberg hat eine neue Leiterin

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Bei Schülern beliebt: Norma Emmerich vor ihrer Klasse, in der sie neben der Leitung der Altenpflegeschule noch unterrichtet.

Homberg. Norma Emmerich ist als neue Schulleiterin in Homberg für 89 Schüler verantwortlich. Auf den neuen Posten ist die beliebte Lehrerin bestens vorbereitet. 

Sie ist das neue Gesicht der Awo-Altenpflegeschule Homberg und dort zugleich eine alte Bekannte: Norma Emmerich ist seit Oktober die neue Schulleiterin, sie besetzt nach vielen Jahren in der Stellvertretung diesen Posten.

Die Schüler begrüßen Norma Emmerich herzlich, als sie in den Raum tritt, sie ist beliebt. Sie mag den Umgang mit Menschen und ist in der Freizeit gern mit ihren Freunden unterwegs. Durch ihre langjährige Arbeit in der Schule ist Norma Emmerich bestens auf den Posten vorbereitet.

Sie trat 1995 als Dozentin in die Homberger Pflegeschule ein, seit 1998 ist sie dort angestellt und war seit 2009 Vertreterin der kürzlich in den Ruhestand verabschiedeten Dorothea Pampuch. Die 53-Jährige ist mit den Kooperationspartnern wie Krankenhäusern, Altenheimen oder auch Trägern wie der Starthilfe bestens vernetzt. Diese Kontakte wird sie demnächst noch mehr benötigen als bisher, denn die Ausbildung in der Pflege steht vor neuen Herausforderungen.

Mit dem neuen Pflegeberufegesetz wird sich die Ausbildung zum Altenpfleger stark verändern. „Die ganze Ausbildung wird auf den Kopf gestellt“, sagt die Schulleiterin. Angst davor hat Emmerich nicht. Sich immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen gehört quasi zu ihrer Vita. Nach der Ausbildung zur Altenpflegerin bei der Awo in Kassel arbeitete sie zunächst in der Altenpflege, auch in der Schichtleitung. Nach einer Krankheit sattelte sie auf den Lehrberuf in der Pflege um, und war selbstständige Dozentin.

Berufsbegleitend studierte die 53-Jährige an der Kasseler Universität Soziale Arbeit. 2016 begann sie ein weiteres Studium in Bildungswissenschaften für Pflege- und Gesundheitsberufe, das sie in Kürze abschließen wird. Dieses Studium werde ihr bei den Reformen enorm helfen, meint Norma Emmerich. Sie habe viele neue Impulse erhalten, insbesondere zum digitalisierten Lernen. Dass sie die Älteste im Studium ist, macht ihr nichts aus. Das Zusammensein mit Jüngeren habe sie jung gehalten und helfe ihr, ihre eigenen Schüler besser zu verstehen, erzählt sie.

Auch wenn sie wegen der neuen Leitung und des Studiums derzeit nicht viel Zeit hat, sucht die Kasselerin ihren Ausgleich im Wandern. Sie liebt die Nordsee. Außerdem ist sie eine Leseratte, ein guter Krimi ist auf Reisen immer mit dabei.

Bald Ausbildung zur Altenpflegehelferin

89 Schüler besuchen die Awo-Altenpflegschule. Sieben Pflegelehrer und 15 Übungsleiter unterrichten vier Jahrgänge in der dreijährigen Ausbildung zum Altenpfleger. Außerdem bietet die Schule eine einjährige Ausbildung zum Altenpflegehelfer an. Qualifizierungsmaßnahmen wie die zum Alltagsbegleiter kommen dazu. Demnächst soll in Kooperation mit dem Starthilfe-Ausbildungsverbund eine Ausbildung zum Altenpflegehelfer in Teilzeit angeboten werden – vor allem für alleinerziehende Mütter und Flüchtlinge. 

Zur Person 

Norma Emmerich wurde am 23. September 1967 geboren, sie wuchs in Borgentreich bei Warburg auf. Ihre Ausbildung zur Altenpflegerin absolvierte sie an der Kasseler Altenpflegeschule und bildete sich zur Pflegelehrerin weiter. 

Außerdem studierte sie Soziale Arbeit an der Kasseler Universität. Seit 1995 arbeitet sie an der Homberger Awo-Altenpflegeschule. 2009 wurde sie stellvertretende Leiterin, seit Oktober leitet sie die Schule. In Kürze wird sie ihren Master in Bildungswissenschaften für Pflege- und Gesundheitsberufe ablegen. Emmerich ist ledig und lebt in Kassel.

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