Umbau kostet zwei Millionen Euro

Barrierefreiheit muss her: Neue Planungen für Homberger Ärztehaus

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Mehr Platz zum Parken und ein neuer Aufzug: Das Homberger Ärztehaus am Obertor soll umgestaltet werden. 

Homberg – Zu wenige Parkmöglichkeiten, keine zentrale Müllentsorgung und keine Barrierefreiheit im gesamten Gebäude – im Ärztehaus am Obertor gibt es einige Probleme. Die sollen jetzt gelöst werden.

Die Planungen wurden in der Homberger Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend vorgestellt. Dabei wurde klar: Ver- und Entsorgung im Gebäude sollen zentralisiert werden.

„Ich bin mir sicher, dass das Haus Potenzial für eine optimale Nutzung hat“, sagte Architektin Gesine Schmidt, die die Pläne vorstellte. Um den Leerstand im Gebäude optimal nutzen zu können, sei eine Zentralisierung von Ver- und Entsorgung wichtig. Auch die Parkplätze auf dem Grundstück müssten barrierefrei erschlossen werden. Mit einem neuen Parkdeck, das von der Obertorstraße erreichbar wäre, könnten 20 Stellplätze geschaffen werden, schätzt die Architektin. Das Parkdeck würde außerdem für einen barrierefreien Zugang in Unter- und Erdgeschoss sowie zum Dialysezentrum sorgen. Geschätzte Kosten: etwa 254.000 Euro.

Mit insgesamt vier Eingängen für Anlieferung, Praxen und Dialysezentrum ist das Ärztehaus aus vielen Richtungen erreichbar. Barrierefrei ist es aber noch lange nicht. Die Architektin plant deshalb einen Haupteingang, über den alle Praxen erreicht werden könnten. Darüber hinaus sollen die Lagerflächen für Müll zentralisiert werden. Bisher gibt es drei verschiedene Bereiche, künftig soll der Platz auf der gegenüberliegenden Straßenseite wegfallen, eine neue Fläche soll neben dem Ärztehaus entstehen.

Wie dringend auch das Innere des Gebäudes optimiert werden muss, wurde deutlich, als Schmidt die weiteren Planungen vorstellte. Im gesamten Gebäude gibt es kleine Treppen und Stufen in unterschiedlicher Höhe, die überwunden werden müssen. „Der Patient muss sich das Haus aber vertikal erschließen können.“ Bedeutet: Besucher des Ärztehauses müssen alle Räume ohne Hindernisse erreichen können. Im Ärztehaus ist das bisher nicht der Fall. Geändert werden soll das mithilfe eines Aufzugs im Innenhof. Mit ihm könnten alle Etagen im Haus erreicht werden, berichtete Schmidt. Auch die Lage des Aufzugs im Dialysezentrum sei nicht optimal, im 1. Obergeschoss zudem nicht für alle Patienten nutzbar.

Insgesamt schätzt Gesine Schmidt die Kosten ihrer vorgestellten Planungen für das Ärztehaus auf etwa zwei Millionen Euro. Über den endgültigen Umfang der Arbeiten sollen die Stadtverordneten zu Beginn des nächsten Jahres beraten. Die Stadt geht unter dieser Voraussetzung davon aus, dass noch 2020 die Baugenehmigung für den dritten Bauabschnitt erteilt werden könnte.

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