Kirche baut in Freiheit für 4,9 Millionen Euro

Bau für Kirchenkreisamt kann beginnen: Homberg verkauft Flächen

Kirchenkreisamt, Kreiskirchenamt, Freiheit in Homberg, Dekanat Schwalm-Eder, Neubau der Kirchenkreise, Foto: Chantal Müller
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Direkter Blick zur Stadtkirche: Das neue Kirchenkreisamt entsteht im Homberger Stadtteil Freiheit

Bald sollen sie endlich starten, die Arbeiten für das neue Kirchenkreisamt in der Homberger Freiheit. Die Kirche will bereits in wenigen Wochen mit dem Bau auf dem Gelände beginnen. Geplanter Einzugstermin: Sommer 2021.

Die Planungen der Kirche sind inzwischen so weit gediehen, dass sofort mit den Arbeiten begonnen werden könnte, berichtet Dekan Christian Wachter. Und er betont: „Der Erhalt der Zehntscheune ist das Ziel.“ Denn das war die Bedingung des Denkmalschutzamtes, als es erste Überlegungen gab, auf den Grundstücken an der Freiheiter Straße zu bauen. Die historische Scheune stammt aus dem 15. Jahrhundert. Künftig sollen dort laut Wachter unter anderem Fahrradstellplätze untergebracht werden. Zudem seien E-Ladesäulen für Fahrräder und Autos auf dem Grundstück vorgesehen. Die Abrissgenehmigungen für die anderen beiden Scheunen, die sich noch auf dem Gelände befinden, liegen bereits vor. „Wir warten nur darauf, dass es losgehen kann“, berichtet der Dekan. Und danach sieht es aus: Die Homberger Stadtverordneten haben in ihrer jüngsten Sitzung mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung den Verkauf der Grundstücke in der Freiheit genehmigt.

Die Kirche wird etwa 4,9 Millionen Euro in einen U-förmigen Neubau investieren, der zweigeschossig in Holzständerbauweise errichtet und mit einem Flachdach versehen werden soll. 60 Mitarbeiter werden dort arbeiten. Der Haupteingang wird zur Freiheiter Straße hin entstehen, in Richtung der Straße Am Katterbach sind Parkplätze für Mitarbeiter eingeplant. Beide Etagen werden mit einem Fahrstuhl verbunden, so Wachter. „Alles wurde barrierefrei geplant.“

Damit der Bau als weiteres Puzzleteil zur Entwicklung der Innenstadt gezählt werden kann, beschloss das Parlament außerdem die Änderung des Bebauungsplans zur Ausweisung eines Mischgebiets. Diese Entscheidung sei wichtig, um die Stadt weiter zu beleben. So sieht es zumindest Wachter: „Ich glaube, das ist ein guter Standort. Wir können mit gutem Gewissen dort bauen.“ 

Kirche muss Scheune erhalten

Erste Planungen für den Neubau des Kirchenkreisamtes in der Homberger Freiheit gab es bereits im Frühjahr 2019. Die Kirche hat die Grundstücke zum Preis von 109.475 Euro von der Stadt gekauft. Im Kaufvertrag ist ein Passus enthalten, nachdem ein Nachlass auf den Kaufpreis in Höhe von 60.000 Euro gewährt wird, sollte der Kirchenkreis Schwalm-Eder nachhaltig in den Erhalt der denkmalgeschützten Scheune investiert.

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