Abrissarbeiten gestartet

Baustart für neues Einkaufszentrum in Homberg - Eröffnung für 2020 geplant

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Da stürzte die Hauswand ein: Mit einem Bagger wurde der erste Teil des ehemaligen Autohauses Ulrich in Homberg abgerissen.

Nachdem sich der Bau immer wieder hinzog, wurde mit dem Abriss begonnen. Auf mehr als 7000 Quadratmetern sollen Rewe, Aldi, Müller und Woolworth Platz finden. 

60.000 Tonnen Erde müssen bewegt werden, bevor das Einkaufszentrum an der Drehscheibe in Homberg eröffnet werden kann. Die Grundlage für den Bau haben die Investoren von Schoofs Immobilien gestern geschaffen: Der erste Teil des alten Ulrich-Autohauses wurde abgerissen. Mit dem Bau des Gebäudes soll im April 2019 begonnen werden, sagte Geschäftsführer Mohamed Younis.

Bis es aber soweit ist, müssen Gebäude abgerissen und viel Erde bewegt werden. Stahlbeton, Mauerwerk und Asphalt sollen zwischengelagert, recycelt und für den Bau des Einkaufszentrums wiederverwendet werden. Dabei wird es aber vor allem eines nicht: leise. In den nächsten zwei Jahren werde es Einschränkungen geben, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz bei der Abriss-Party, zu der die Investoren eingeladen hatten. „Aber wenn etwas schön werden soll, dann wird es vorher dreckig.“

Auch die Baugenehmigung soll in den nächsten Wochen erteilt werden, berichtete Younis. „Wir mussten noch an einigen Stellen nachjustieren. Aber die Baugenehmigung sollte im Januar da sein.“

Ziel von Schoofs Immobilien ist es, zum Weihnachtsgeschäft 2020 zu eröffnen. Zwischen August und September sollten die Mieter mit dem Ausbau ihrer Geschäfte beginnen können, sagte Younis. Drei kleine Flächen seien noch frei. Noch sei man auf der Suche nach einem Textilgeschäft. Das sei etwas problematisch, liege aber nicht an der Stadt, sondern an der allgemeinen Entwicklung im Online-Handel. „Wenn alles in Gang kommt, dann kommen bestimmt auch die Mieter.“ Diese hätten langfristige Mietverträge mit dem Betreiber abgeschlossen – nämlich über 15 Jahre.

Einkaufszentrum Homberg: Baustart zog sich immer wieder hin

Obwohl sich der Beginn der Arbeiten immer wieder hinzog und die Eröffnung mehrmals verschoben werden musste, habe es nie Zweifel am Standort Homberg gegeben. Dass die vier großen Mieter – Rewe, Aldi, der Drogist Müller und die Einzelhandelskette Woolworth – sich immer zu dem Standort bekannt hätten, sei wichtig gewesen, so der Geschäftsführer.

Mit dem Beginn der Bauarbeiten am Einkaufszentrum verändere sich die Stadt maßgeblich, sagte Ritz. Bis zum Start sei es nicht immer einfach gewesen. Dennoch sei das Projekt eine Chance, wieder Menschen nach Homberg zu holen.

Auf den 7500 Quadratmetern Verkaufsfläche sollen nicht nur Geschäfte für die Nahversorgung angesiedelt werden. Optiker, Friseure und Textilangebote sollen sich dort ebenfalls wieder finden. Aktuell seien 85 Prozent der Flächen vermietet. Die vier Hauptmieter belegen zusammen schon eine Fläche von mehr als 1000 Quadratmetern, hatte Younis im Mai erklärt.

Zum Thema: Einkaufzentrum an Homberger Drehscheibe: Verunsicherung über die Pläne von Aldi

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