Bedenken jetzt benennen: Pläne für ein Einkaufszentrum in der Homberger Innenstadt

Das wäre die Ansicht von der Ziegenhainer Straße: Nach den Plänen der Projektentwickler von Schoofs Immobilien soll das geplante Einkaufszentrum Drehscheibe so aussehen. Grafik ANP

Homberg. Die Pläne für ein Einkaufszentrum auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Ulrich in Homberg werden immer konkreter. Jetzt geht es in die nächste Runde: Der vorhabenbezogene Bebauungsplan, wie es in der Fachsprache heißt, wird öffentlich ausgelegt.

Das bedeutet, dass vom 18. April bis zum 20. Mai Anregungen und Bedenken schriftlich eingereicht werden können. Ob diese dann Einfluss auf den Bebauungsplan nehmen, entscheiden die Stadtverordneten.

Das Einkaufszentrum

Die Projektentwickler von Schoofs Immobilien aus Frankfurt wollen in Homberg im Bereich der Kasseler Straße, Ziegenhainer Straße und Bindeweg ein Einkaufszentrum mit einer Verkaufsfläche von 7500 Quadratmetern bauen.

Die Pläne

Der ursprüngliche Plan für das Einkaufszentrum wurde von dem Projektentwickler überarbeitet. Vor allem die Schulwegsicherheit und die vorgesehenen sehr hohen Häuserfassaden standen in der Kritik. Nun soll die Anlieferung des Einkaufszentrums nicht mehr über den an der Theodor-Heuss-Schule (THS) liegenden Bindeweg erfolgen, sondern über die viel breitere Kasseler Straße.

Und: Das Einkaufszentrum soll nach den neuen Pläne eine Etage tiefer angelegt werden. Somit würde man teilweise unterirdisch einkaufen. Geplant sind zudem statt eines großen Gebäudekomplexes in Giebelbauweise insgesamt vier Einzelbauten mit Flachdächern. Es werde auch nicht oben auf dem Dach geparkt - ein Parkdeck auf Höhe der Kasseler Straße ist geplant.

Die Reaktionen

Mit der Änderung der Planung habe man schon viel erreicht, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Es sei viel abgearbeitet worden. „Das ist auch ein Ergebnis der Bürgerworkshops und der Arbeit des Lenkungskreises“, sagt Bauamtsleiter Heinz Ziegler. Die ersten politischen Reaktionen seien sehr positiv ausgefallen. Es könne also gut sein, dass es eine breite Zustimmung für die Pläne gibt und man dann den nächsten Schritt gehen könne, so Ritz.

Die Kritik

Kritik übten einige Stadtverordnete sowie einige Teilnehmer der zwei Bürgerinformationsveranstaltungen an Größe und Sortiment des Einkaufszentrums. Eine Reduzierung sei für die Projektentwickler aus wirtschaftlichen Gründen ein Ausschlusskriterium, hieß es von Schoofs Immobilien. Allerdings habe man beim Sortiment einen Kompromiss gefunden, der einen ausgewogenen Mix beinhalte und die Altstadt nicht zu sehr schwäche. Allerdings könne man Konkurrenz nicht komplett ausschließen, so Markus Staedt vom Planungsbüro ANP in Kassel.

Die Auslegung

Der Bebauungsplan kann im Bauamt der Stadt sowie über die Internetseite www.homberg-efze.de eingesehen werden. „Am Ende der öffentlichen Auslegung könnte ein Satzungsbeschluss oder eine erneute Offenlage stehen“, erklärt Ziegler. Nachdem sich Politik und Denkmalpflege positiv geäußert haben, hofft Staedt, dass die neuen Pläne auch bei den Hombergern gut ankommen. „Wenn das so ist, folgt der Satzungsbeschluss. Danach könnte sofort losgelegt und gebaut werden“, erklärt Staedt. Dann sei der vom Projektentwickler avisierte Eröffnungstermin Ende 2017 realistisch.

Die Beteiligung

„Von Anfang bis Ende der Planung ist eine wirkliche Beteiligung der Homberger und eine umfangreiche politische Beteiligung wichtig“, sagt Staedt, der den Prozess moderiert. Weil das so sei, habe es große Veränderung an der Ursprungsplanung gegeben. Unter anderem auch bei der Anzahl der Geschäfte. „Es werden deutlich unter 20 Läden sein.“ Eine genaue Zahl könne er aber noch nicht nennen.

Der Nächste Termin

Eine weitere Bürgerinformation gibt es am Dienstag, 26. April, 19 Uhr, in der Homberger Stadthalle.

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