Homberg als neue Heimat

Bereits zwölf Bewerber für digitales Projekt in Homberg

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Bürgermeister Dr. Nico Ritz, Jonathan Linker und Frederik Fischer

Das Interesse an Homberg ist groß: Zwölf junge Menschen aus ganz Deutschland haben sich dafür beworben, ein halbes Jahr in Nordhessen zu leben und mit ihren Ideen, die Entwicklung der Stadt voranzubringen.

Und das, obwohl gerade erst bekannt wurde, dass die Kreisstadt nach Wittenberge (Brandenburg) bundesweit der zweite Gastgeber für den Sommer of Pioneers – was übersetzt so viel wie Sommer der Pioniere heißt – wird.

Es geht darum, aus der Großstadt hinaus aufs Land zu ziehen und dort zu arbeiten. Junge Menschen aus Ballungszentren, die für ihre Arbeit nur einen Internetanschluss brauchen, sollen in der Altstadt leben und im Gegenzug Projekte in der Stadt entwickeln. Für die Stadt ein Experiment, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. 

„Wir haben hier gute Voraussetzungen dafür, Leben und Arbeiten unter einen Hut zu bringen“, so Ritz. Es sei großartig in Nordhessen, in der Region, „aber ganz besonders in Homberg“.

Bewerber kommen aus der ganz Deutschland

Der ländliche Raum sei ein Sehnsuchtsort für viele Menschen aus urbanen Zentren. Gleichzeitig brauche es Neugier und Aufgeschlossenheit in der Bevölkerung, um dieses Projekt zum Erfolg zu bringen, sagt der Berliner Journalist Frederik Fischer, der das Projekt initiiert hat. 

Frederik FischerInitiator

„In Homberg stimmt das“, findet er. Das scheinen auch die zwölf Bewerber so zu sehen, die keine Zeit verloren und sich prompt beworben haben: Sie kommen aus Kassel, Hamburg, Bonn und Wiesbaden.

Co-Working-Space und Wohnungen

Insgesamt bietet Homberg 20 kreativen Köpfen einen Gemeinschaftsarbeitsplatz und Wohnungen an. Untergebracht werden die kreativen Köpfe in Wohnungen in der Altstadt. Wie viele es sind – dazu äußert sich Ritz nicht. Fest stehe: Die Stadt besitzt Wohnungen um den Marktplatz herum, außerdem gebe es noch Ferienwohnungen. 

„Wir werden wohl mehr WG-Zimmer anbieten, als es in Wittenberge der Fall war“, so Ritz. Dort wurden für das Projekt 13 Wohnungen renoviert. Die Teilnehmer zahlen eine monatliche Miete von 150 Euro an die Stadt. Darüber hinaus sei Fördergeld beantragt.

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