Quandt-Stiftung gibt 60 000 Euro

Bürger sollen ans Steuer: Ehrenamtliche könnten Fahrdienst selbst organisieren

Ehrenamtlich organisiert: Bürgerbusse gibt es bereits in einigen Städten. Unser Bild entstand in Nordhrein-Westfalen. Foto: dpa

Homberg. Ohne Auto sei man in Homberg kaum mobil. Deshalb soll es in der Kreisstadt bald einen von Bürgern betriebenen Bürgerbus geben. Das planen die Teilnehmer des Runden Tisches im Programm „Land mit Zukunft". Im Februar will die Arbeitsgruppe ihre Ideen vorstellen. Alle Homberger sind dann zum Mitmachen eingeladen.

Wer aus einem der Stadtteile zum Einkaufen, zum Arzt oder ins Kino fahren wolle, der könne oft nur auf den Schulbus oder das Anruf-Sammeltaxi zurückgreifen, heißt es in einer Mitteilung der Herbert-Quandt-Stiftung. Gerade für Kinder und Jugendliche, aber auch für ältere Menschen sei das ein Problem. Selbst in der Kernstadt sei es häufig nicht leicht, von A nach B zu kommen, seitdem der Stadtbus eingestellt wurde.

Eine Arbeitsgruppe aus rund 20 Hombergern hat die Idee entwickelt, das bestehende Angebot durch einen Bürgerbus zu erweitern. Seit September beraten die Teilnehmer des Runden Tisches auf Einladung der Herbert- Quandt-Stiftung und der Landesstiftung „Miteinander in Hessen“ in regelmäßigen Treffen, wie der soziale Zusammenhalt in Homberg gestärkt werden kann.

Die Mobilität der Menschen auf den Dörfern haben die Teilnehmer als eine der wesentlichen Herausforderungen für Hombergs Zukunft erkannt. Auch an der Belebung der Innenstadt und an kreativen Konzepten für leerstehende Häuser wollen sie arbeiten.

Doch zunächst soll der Bürgerbus starten. Als Berater steht dem Runden Tisch Dr. Holger Jansen vom Nexus-Institut in Berlin zur Seite. Jansen war im November in Homberg zu Gast und stellte das Projekt „Bürgerbusse Rheinland-Pfalz“ vor. Seit 2010 ist Jansen dort aktiv und hat bisher etwa 30 Bürgerbusse - von der ersten Idee bis zum ersten Fahrtag - begleitet. Auch Bürgermeister Dr. Nico Ritz habe seine Unterstützung zugesagt, teilt Madeleine Buchmann von der Quandt-Stiftung weiter mit. Und weiter: „Damit bestehen gute Chancen für einen ehrenamtlich und selbst organisierten Fahrdienst in Homberg.“

Die Moderatorin des Runden Tisches und Projektverantwortliche im Programm „Land mit Zukunft“ wird die Homberger ebenfalls weiter begleiten.

Die beiden Stiftungen fördern dieses und weitere Projekte in Homberg mit insgesamt 60 000 Euro.

Der Runde Tisch und die Stadt laden alle Bürger die mitmachen oder sich über die Idee des Bürgerbusses informieren möchten, für Donnerstag, 11. Februar, um 19 Uhr in die Stadthalle Homberg ein. (may)

• Weitere Informationen zum Programm „Land mit Zukunft“ unter: http://www.herbert-quandt-stiftung.de/land_mit_zukunft/

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