Bürgermeister immer dabei

Rotes Kreuz organisiert Blutspende seit 60 Jahren in Homberg

+
Sie freuen sich über 60 Jahre Blutspende in Homberg: von links Tanja Möller, Bereitschaftsleitung, Bodo Fäcke, Ortsverein Homberg, Hans Marx (91, mit Torte), Spender seit 1955, Landrat Winfried Becker, Benjamin Spruck, Bereitschaftssleitung, Dr. Nico Ritz, Bürgermeister, und Kurt Wenderoth, ebenfalls Spender der ersten Stunde. 

Homberg. Vor genau 60 Jahren organisierte das Rote Kreuz in Homberg den ersten Blutspendetermin. Daran wurde jetzt erinnert.

Ein Zeitungsbericht wird herumgereicht. Bodo Fäcke, Urgestein im Rote-Kreuz-Ortsverein Homberg, hat ihn entdeckt. Im Oktober 1955 war der erste Blutspender beim ersten Termin der Bürgermeister. Nun legte sich, 60 Jahre später, der jetzige Bürgermeister Dr. Nico Ritz ebenfalls auf die Liege, um erstmals einen halben Liter Blut zu spenden.

In zwei langen Reihen wird auf freie Liegeplätze gewartet. Im Foyer der Stadthalle ist die Anmeldung und Registrierung, dann wird ein Fragebogen ausgefüllt, der anschließend in einem Arztgespräch abgeklärt wird. Puls und Blutdruckmessung, ein Pieks ins Ohr, und schon wird eine Nadel am Arm angeschlossen und das Blut beginnt einen sterilen Beutel zu füllen.

Der Andrang ist so groß, dass der Rote-Kreuz-Zug aus Verna-Allendorf die Homberger Gruppe unterstützt. Nach der Spende wird noch zehn Minuten gewartet, dann geht es zum Imbiss in die Kantine.

Umringt von Funktionsträgern, wird dort der 91-jährige Hans Marx mit einer Torte geehrt. Er spendete bereits seit 1955. Damals leitete er den Hilfszug in Fritzlar und hatte somit auch beruflich mit dem Roten Kreuz zu tun.

In Fortführung der Bereitschaft spendeten am Freitag als Neulinge Susanne und Julia Weber, Mutter und Tochter. Einen besonderen Anlaß gab es für sie nicht. Sie hoffen, ihr Blut wird anderen Menschen helfen.

Nach entsprechender Aufarbeitung können die lebensrettenden Konserven tiefgefroren bis zu zwei Jahre aufbewahrt werden. Abnehmer sind rund 50 Krankenhäuser in Nordhessen. Ins Ausland wird nicht mehr geliefert.

Alle Einnahmen dienen ausschließlich dem Erhalt und Ausbau des Blutspendedienstes. Das Rote Kreuz betreibt sieben regional tätige Blutspendedienste zur flächendeckenden Versorgung in Deutschland. Durch moderne Methoden konnte die Altersbegrenzung Spendenwilliger auf 72 Jahre ausgeweitet werden.

Gesucht werden außerdem Stammzellen- und Plasmaspender. 174 Spender kamen schließlich zum Termin, darunter 13 Erstspender. Acht Blutspender ließen sich auch typisieren.

Geehrt wurden für die 25. Blutspende Heike Dönch und Birgit pfennig aus Homberg, für die 10. Spende Matthias Hauff und Philipp Jäger, beide Homberg.

www.blutsspende.de

Von Michael Meinicke

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.