Bundesverdienstkreuz für Holzhäuser Dieter Fischer

Glücklich und zufrieden: Mit dem Bundesverdienstkreuz wurde Dieter Fischers ehrenamtliche Tätigkeit gewürdigt. Links neben ihm Staatssekretär Mark Weinmeister, rechts von ihm Dr. Nico Ritz, Schwiegertochter Agnes Fischer, Gattin Marga, Sohn Andreas und Landrat Winfried Becker. Foto: Thiery

Homberg. Wenn er für den Stoliner Partnerschaftsverein tätig ist, krempelt er schon mal die Ärmel hoch, rangiert den Stapler, verlädt Hilfsgüter und ist mit vollem Einsatz dabei.

Das tat der Holzhäuser Dieter Fischer allerdings in vielen Ämtern, weshalb ihm nun das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen wurde.

In einer Feierstunde überreichte ihm Staatssekretär Mark Weinmeister die höchste Auszeichnung der Bundesrepublik.

Fischer habe sich in vieler Hinsicht für die Heimat und seine Mitmenschen eingesetzt. Dies zu ehren sei ein guter Anlass, um andere anzuregen, es ihm gleich zu tun, sagte Weinmeister. Der 70-jährige Homberger hat nicht nur den Stolinverein mitgegründet und ist in dessen Vorstand tätig, er war allein 27 Jahre aktiv bei der Holzhäuser Feuerwehr und ist dort seit 51 Jahren Mitglied.

Fischer absolvierte zunächst eine Ausbildung als Kfz-Mechaniker bei der Firma Homberger in Frielendorf. Er bildete sich weiter, machte seinen Meister, studierte an der Fernuniversität und wurde Berufsschullehrer. Von 1972 bis 2008 war er an der Homberger Berufsschule als Fachlehrer für Kfz und Metall tätig. Daneben engagierte er sich für die SPD, war 26 Jahre Stadtverordneter in Homberg, vier Jahre Stadtrat und aktiv im SPD-Ortsverein Holzhausen. Er engagierte sich vier Jahre als Schöffe am Landgericht in Kassel, war acht Jahre am Jugendschöffengericht in Homberg. Acht Jahre war er Mitglied im Ortsbeirat Holzhausen, vier Jahre Ortsvorsteher.

All das könne man nur schaffen, wenn die Familie mitmache, sagte Weinmeister mit Blick auf die Ehefrau Marga. Für sie sei das aber nie ein Problem gewesen, da sie sich selbst in vieler Hinsicht engagiere. Fischer war sichtlich stolz und zufrieden. Soviel Lob habe er in den Jahren seiner vielen Tätigkeiten nicht gehört, sagte er. Leider werde das ehrenamtliche Engagement während der aktiven Phase zu wenig geschätzt.

Landrat Winfried Becker lobte die Vielfältigkeit, Dr. Nico Ritz den kritischen Geist, des Geehrten, der nicht verbittere, wenn mal etwas nicht so laufe, wie er es wolle und dann den Dialog suche. (zty)

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