Burgberg-Gaststätte: Magistrat ist für teuerste Anbau-Variante

Soll vergrößerte werden: In dem kleinen Anbau der Burgberg-Gaststätte (rechts) befindet sich die Spülküche. Personalräume gibt es in dem Gebäude nicht. Das soll sich ändern. Foto: Brandau

Homberg. Die Entscheidung ist gefallen: Vier Varianten gab es für den Anbau an die Gaststätte auf dem Burgberg. Der Magistrat der Stadt Homberg hat sich in seiner Sitzung am Donnerstag für die teuerste Lösung entschieden. Die würde 240.000 Euro kosten.

Ein Betrag, den die Stadt, die unter dem Rettungsschirm des Landes Hessen steckt, nicht einfach aufbringen kann. Daher hofft man in Homberg nun auf die maximale Förderung des Projekts - 75 Prozent der Nettokosten - aus dem Leader-Programm.

Grundsätzlich sei der Anbau förderwürdig, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz unlängst im Bauausschuss. Jedoch stehe nicht fest, wie viel Geld man tatsächlich erhalten und auch noch nicht, wann dieses fließen würde.

Kommt es zu dem Anbau, den der Magistrat nun favorisierte - der auch vom Haupt- und Finanzausschuss empfohlen wurde -, dann würde die Gaststätte einen 61 Quadratmeter großen Anbau erhalten. Dieser wäre voll unterkellert (weitere 61 Quadratmeter). Dabei handele es sich um eine weitsichtige Planung, betont der Erste Stadtrat Gerhard Fröde im HNA-Gespräch. Er erfülle alle Anforderungen, um die Gastronomie auf dem Burgberg langfristig zu sichern.

Geplanter Anbau: Spülküche, Personalräume und öffentliche Toiletten sollen in dem Flachdach-Gebäude entstehen. Die Skizze stammt von Volker Elsasser.

„In dem Anbau wären eine Spülküche und eine öffentliche Toilettenanlage enthalten“, sagt der technische Leiter des Bauamtes, Nils Arndt. Der bisherige Innenraum würde nicht verändert und die bereits bestehenden Toiletten würden dann ausschließlich zur Gaststätte gehören. Außerdem würden ein kleiner Flur und ein Treppenhaus in die Kellerräume entstehen. „Dadurch wäre das Lager viel besser zu erreichen und zu nutzen“, sagt Arndt. Im unteren Geschoss wäre dann Platz für einen Kühlraum und Personalräume, die es bislang nicht in dem Gebäude gibt. Die Mitarbeiter dürfen vorübergehend die Räume der Burgberggemeinde nutzen.

Parkplätze würden durch den Anbau nicht wegfallen. Insgesamt erhoffe man sich eine Verbesserung der Gesamtsituation für die Besucher und den Gastwirt, hieß es im Bauausschuss.

Man werde nun einen Bauantrag stellen, um sich dann schnell für die Förderung zu bewerben. Denn die nächste Sitzung des Förderausschusses findet im September statt. „Wir hätten gerne ein Stück vom Kuchen ab“, sagt der Erste Stadtrat Gerhard Fröde.

Sollte aus dem Leader-Programm nicht so viel Geld fließen, könne man Änderungen vornehmen und die günstigere Alternative für 200.000 Euro wählen, so Fröde. Diese wäre nur teilweise unterkellert und ohne neue, öffentliche Toiletten.

Doch selbst wenn man die maximale Summe erhält, bleiben etwa 140 000 Euro, die die Stadt stemmen müsste. 100.000 Euro sind für den Anbau bereits im (noch nicht genehmigten) Haushalt eingestellt. „Wenn man den Anbau will, muss man anderes lassen“, sagt Arndt mit Blick auf die Kosten. Die endgültige Entscheidung treffen die Stadtverordneten. Das könne noch in diesem Jahr sein, sagt Arndt.

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