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Carsharing-Projekt in Homberg: Stadtteil teilt sich drei Autos

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Von: Christine Thiery

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Werben für die Teilnahme am Carsharing-Wettbewerb in den Homberger Stadtteilen: Vorn Michael Schramek von Eco libro mit Helene Peters und Mitarbeiter Henrik Stein.
Werben für die Teilnahme am Carsharing-Wettbewerb in den Homberger Stadtteilen: Vorn Michael Schramek von Eco libro mit Helene Peters und Mitarbeiter Henrik Stein. © Christine Thiery

Die Stadt Homberg will das Carsharing vorantreiben. Alle 22 Homberger Stadtteile können am Wettbewerb „Homberg fährt Carsharing“ teilnehmen.

Homberg – Die Stadt Homberg will das Carsharing vorantreiben. Alle 22 Homberger Stadtteile können am Wettbewerb „Homberg fährt Carsharing“ teilnehmen. Drei Stadtteile erhalten je zwei Autos dafür. Voraussetzung ist: Sie steuern selbst noch eines bei. Anmeldeschluss ist der 15. Juli. Das Modellprojekt startet im August und ist zunächst auf drei Jahre angelegt.

Jedes Dorf kann sich mit einer Carsharing-Gemeinschaft bewerben. Verantwortlich kann jeder sein. Ortsbeirat und Vereine haben die Aufgabe, die Menschen zu mobilisieren, sagt Helene Peters, Klimaschutzbeauftragte der Stadt Homberg.

Die Stadt stellt zwei Autos für einen Ort und baut eine Carsharing-Station auf. Die Dorfbewohner selbst müssen noch zusätzlich ein Fahrzeug zur Verfügung stellen. Das könne ein Zweitwagen sein, der nur selten genutzt wird, ein Auto, das man mit der Carsharing-Gemeinschaft least oder eines, das ein Sponsor bereitstellt. Die Kosten für die Technik und Versicherung übernimmt die Stadt.

Carsharing in Homberg: Drei Fahrzeuge pro teilnehmendem Stadtteil nötig

Für ein funktionierendes Carsharing und damit das System laufe, müsse es wenigstens drei Fahrzeuge an einem Ort geben, erläuterte Michael Schramek von der Firma Eco libro aus Jesberg. „Der Fahrzeug-Pool muss einfach groß genug sein“, so die Erfahrung des Carsharing Experten aus Jesberg.

Drei Fahrzeuge werden aus dem Betrieblichen Mobilitätsmanagement der Stadt stammen und abends und am Wochenende bereitstehen. Insgesamt sollen neun Fahrzeuge in drei Orten gemeinschaftlich genutzt werden. Für die Nutzer fallen eine stündliche Pauschale von 2,40 Euro und eine Kilometerpauschale von 35 Cent an.

Schramek zeigte die Vorteile des Carsharings auf. Man könne so einen Zweitwagen einsparen. Viele Autos fahren nur wenige Kilometer, so seine Erfahrung – etwa zum Einkauf. Einen großen Teil davon könne man einsparen, wenn man sich nur ein wenig umstelle. So ließen sich im Jahr zwischen 2000 und 4000 Euro sparen.

Carsharing-Projekt: Verantwortung für den Klimaschutz

Zwanzig Prozent des Nettoeinkommens gebe eine Familie im Durchschnitt fürs Autofahren aus. Gerade bei den steigenden Spritpreisen sei das ein gutes Argument, über das neue Angebot nachzudenken, findet er. Viele Menschen arbeiteten öfter im Homeoffice, das Erstfahrzeug könne auch von anderen Familienmitgliedern häufiger genutzt werden. Das Projekt bringe Menschen zusammen, gleichzeitig übernehme man Verantwortung für den Klimaschutz. Es wird mit dem Förderprogramm Landmobil und Sponsoren unterstützt. Am Donnerstag, 15. Juni, gibt es eigens eine Videokonferenz zum Thema. (Christine Thiery)

Anmeldung: Carsharing-Gemeinschaften können sich bis 15. Juli unter carsharing-homberg.de bewerben. Infos: Helene Peters, Tel. 0 56 81 / 9 41 42, E-Mail helene.peters@homberg-efze.de; Michael Schramek, Tel. 02 24 / 22 65 99 20, E-Mail: michael.schramek@ecolibro.de.

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