Neue Fahrzeughalle entsteht

Mehr Platz für die Feuerwehr und den Kindergarten in Caßdorf

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Kaum Platz für die Feuerwehr: In der alten Fahrzeughalle waren die Spinde für die Feuerwehrleute in der Garage für das Einsatzfahrzeug untergebracht. 

Die Caßdorfer Feuerwehr braucht dringend mehr Platz. Die Stadt plant deshalb einen Anbau einer Fahrzeughalle an das Dorfgemeinschaftshaus.

In dessen Erdgeschoss sollen außerdem neue Räume für die Einsatzkräfte entstehen. Das knapp 700 000 Euro teure Projekt wird mit 73 500 Euro vom Land Hessen gefördert.

„Das Feuerwehrhaus ist nicht mehr zeitgemäß“, sagt Bürgermeister Dr. Nico Ritz. Es würde viele Anforderungen nicht mehr erfüllen. Das sei deutlich geworden, als die Feuerwehr ein neues Fahrzeug erhalten sollte – ihr erstes seit 25 Jahren. „Das passt nicht mehr in das Haus“, sagt der Bürgermeister.

Dass aber bisher überhaupt Platz für das Auto und die Einsatzkräfte war, grenzt an ein kleines Wunder: Bisher waren neben dem Einsatzfahrzeug die Kleiderspinde untergebracht. Ein einziger dunkler Raum diente für Besprechungen, für Frauen gab es erst gar keine Umkleiden. Die zogen sich einfach mit den Männern um. Eingerichtet wurde das kleine Feuerwehrhaus vor mehr als 40 Jahren in Eigenleistung, berichten die Feuerwehrleute.

Das soll sich jetzt ändern. In Absprache mit dem Denkmalschutz entsteht an Stelle der alten Fahrzeughalle ein neuer Anbau inklusive Lager – auf einer Fläche von insgesamt etwa 170 Quadratmetern, sagt Architekt Albert Hess, der für den Umbau zuständig ist. 

Kaum Platz für die Feuerwehr: In der alten Fahrzeughalle waren die Spinde für die Feuerwehrleute in der Garage für das Einsatzfahrzeug untergebracht. 

Auch die Kleiderspinde in der Garage sollen nun der Vergangenheit angehören. Der neue Anbau wird Platz für ein Tragkraftspritzenfahrzeug (TSFW) und einen Mannschaftsbus bieten. Die Halle soll 2020 fertig sein.

Die ehemalige Schule wird im Erdgeschoss saniert, eine Art Laubengang verbindet künftig das DGH und die neue Fahrzeughalle. Für die Einsatzkräfte werden im Dorfgemeinschaftshaus Besprechungs- und Umkleideräume eingerichtet. Auch die veraltete Technik wird erneuert. Die beiden Wohnungen im Obergeschoss hingegen bleiben von der Sanierung unberührt.

Nach Abschluss der Arbeiten stehen der Wehr etwa 335 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. Für die Dorfgemeinschaft sollen weiterhin Feiern in der ehemaligen Schule möglich sein, betont Hess. „Beide sollen voneinander profitieren.“

Bevor alles neu wird, muss das Alte aber erst einmal abgerissen werden. „Wir wollen so schnell wie möglich anfangen mit den Bauarbeiten“, sagt Hess.

Noch in diesem Jahr sollen Entwässerung und Bodenplatte fertig sein. Die Arbeiten an der Kindertagesstätte, die ebenfalls einen Anbau erhalten soll (siehe Hintergrund), beginnen erst nach Ostern. Neben dem Feuerwehrhaus soll eine Freifläche zur Kita entstehen. Die Feuerwehrzufahrt bleibt frei, für die 15 Einsatzkräfte sind Parkplätze hinter dem DGH geplant. 

Die Kita-Kinder werden bei einem Einsatz nicht gefährdet, betont Hess. Die beiden Ausfahrten auf dem Grundstück bleiben bestehen – die linke wird von der Feuerwehr genutzt, die rechte von den Eltern der Kinder. „Es wird keine Kreuzungspunkte mit der Kita geben“, sagt Hess. 

HINTERGRUND: Kita wird um Krippengruppe erweitert

Die Kindertagesstätte im Homberger Stadtteil Caßdorf grenzt direkt an das ehemalige Schulgebäude an. Sie soll ebenfalls modernisiert und um eine Krippengruppe erweitert werden. Aktuell werden in der Kita 40 Kinder betreut. Damit ist das Gebäude an seiner Belastungsgrenze angekommen. 

Nach der Erweiterung können zwölf weitere Kinder aufgenommen werden. Neben einem Gruppenraum soll ein Rückzugsraum entstehen. Das Dach des Neubaus wird laut Architekt Albert Hess begrünt. Die restlichen Räume der Tagesstätte sollen zum Teil saniert werden.

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