Turm vor Regen und Wind schützen

Dach für den Burgfried der Homberger Hohenburg: Künstler hat Entwürfe vorgelegt

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Einer der Vorschläge von Hans-Joachim Bauer: Der Burgfried mit einem Kegeldach. Diese Variante favorisiert der Künstler. Unser Foto zeigt einen Entwurf aus dem Frühjahr. 

Homberg. Die Planungen für eine Haube für den Turm auf dem Homberger Schlossberg sind in vollem Gange: Landart-Künstler Dr. Hans-Joachim Bauer, der die Idee für das Dach hatte, will Bürgermeister Dr. Nico Ritz zehn Entwürfe eines Architekten vorlegen.

Erste Spender hat der Künstler ebenfalls gefunden. Mit einem Dach für den Burgfried könnten gleich zwei Vorteile für Homberg entstehen, findet der Mardorfer. Zum einen wäre der Turm vor Regen und Wind geschützt. Zum anderen könne damit die Silhouette der Stadt verschönert werden. „Damit hätte Homberg einen ganz neuen Anziehungspunkt“, sagt Bauer. Der Bergfried ist kein Bestandteil der historischen Anlage, er wurde erst in den 1950er-Jahren gebaut.

Bauer schlug bereits vor vielen Jahren vor, den Turm zu überdachen, Anfang des Jahres stellte er seine Pläne erneut der Homberger Burgberggemeinde vor. Damals stand der Verein dem Vorschlag positiv gegenüber. „Mir war es wichtig, die Idee weiter voranzutreiben“, erklärte der Künstler.

Deshalb hat er nun zehn Entwürfe vom Homberger Architekten Klaus Mienert entwickeln lassen. Bauers Favorit ist die traditionelle Lösung: ein steiles Kegeldach mit roten Ziegeln. „Damit könnte man das Stadtbild super abschließen“, erzählt Bauer. Unter den Entwürfen finden sich aber auch außergewöhnliche und moderne Vorschläge.

So sieht ein Entwurf eine zwischen, beziehungsweise über eine Stahlkonstruktion gespannte Plane vor. Sie könnte von innen beleuchtet werden. Die Stahlkonstruktion würde seitlich am Turm heruntergeführt werden. Aber auch ein Glasdach können sich Architekt und Künstler vorstellen – ob als Satteldach, quadratisches Pyramidendach oder sechseckiges Pyramidendach ist noch offen. Auch diese Varianten wären von innen beleuchtbar.

Zwischen 40 000 und 60 000 Euro würde das Dach kosten. Bauer rechnet mit einer Bauzeit von etwa vier Wochen. „Das Dach zu errichten, sollte nicht allzu lange dauern“, sagt er. Über die Finanzierung hat er sich ebenfalls Gedanken gemacht. Drei Spender wären bereit, insgesamt 10 000 Euro für das Dach zu zahlen. Der Künstler ist sich aber sicher, dass die Summe noch anwachsen wird. „Ich mache noch ein bisschen Werbung, vielleicht kommt dann noch ein bisschen mehr zusammen.“

„Wir halten ein Dach für nicht erforderlich“ 

Der Vorstand der Homberger Burgberggemeinde hält eine Haube auf dem Turm für nicht erforderlich. In einer Vorstandssitzung habe eine deutliche Mehrheit den Turm abgelehnt, sagt Vorsitzender Alfred Uloth. Das Plateau sei erst vor einigen Jahren abgedichtet worden, die Notwendigkeit, den Turm vor dem Wetter zu schützen, bestehe also nicht. „Außerdem muss die Finanzierung geklärt werden. Wir sind nicht in der Lage, das zu stemmen“, sagt er. Dafür sei man im Moment mit dem Museum zu stark gefordert.

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