Hoher schaden - Zukunft des Gebäudes ungewiss

Deutsches Haus auf dem Homberger Marktplatz droht einzustürzen

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Das Deutsche Haus auf dem Homberger Marktplatz.

Homberg. Das Deutsche Haus auf dem Homberger Marktplatz ist einsturzgefährdet. Grund dafür ist ein Wasserrohrbruch. Die Bewohner wurden evakuiert.

Wie es nach dem Wasserschaden mit dem Deutschen Haus am Homberger Marktplatz jetzt weitergeht, war am Wochenende noch nicht abzuschätzen. „Zunächst ging es darum, Gefahren für die Bewohner abzuwehren“, sagte Bürgermeister Dr. Nico Ritz auf Anfrage der HNA. Die betroffenen Wohnungen im rechten Teil des Gebäudes seien verschlossen worden. Sie dürften nicht mehr betreten werden. Eine Familie wurde zunächst in eine Pension einquartiert, ein Mann, der gesundheitliche Probleme hatte, kam ins Krankenhaus. Die Mieter im linken Teil des Gebäudes könnten zunächst dort wohnen bleiben, teilte Heinz Ziegler vom Homberger Bauamt mit. Ursache für die Schäden war ein Wasserrohrbruch im oberen Teil des Hauses.Aktualisiert um 18.05 Uhr.

Am Samstag gegen 12.30 Uhr war die Feuerwehr von der Leitstelle alarmiert worden, dass in dem Haus am Marktplatz eine Decke herunter gekommen sei, teilte der stellvertretende Stadtbrandinspektor Karsten Stein auf HNA-Anfrage mit. Die Feuerwehr war mit zehn Einsatzkräften vor Ort. Als die Feuerwehrleute das Haus betraten, stellten sie fest, dass Teile der Decken eingerissen waren und informierten Heinz Ziegler vom Stadtbauamt. Der vermutete, dass das Haus einsturzgefährdet sei und zog den Statiker Erwin Heinemann zu Rate. Es habe einen Wasserrohrbruch in dem Haus gegeben, der vermutlich schon älteren Datums sei, sagte Heinemann. Das habe vermutlich dazu geführt, dass Lehmdecken im zwieten und dritten Stock aufweichten und sie der Last nicht standhielten. „Der rechte Teil des Hauses ist auf jeden Fall einsturzgefährdet“, sagte Heinemann. Den linken Teil habe er nicht sehen können.

 In den nächsten Tagen werde man sich intensiver mit der Situation am Deutschen Haus beschäftigten, sagte Bürgermeister Ritz. Wie hoch der Schaden ist und was nun mit dem historischen Gebäude geschieht, könne er noch nicht beurteilen. Von heute auf morgen werde man aber sicher keine Lösung finden. Mit dem Hauseigentümer habe man noch nicht sprechen können. Er sei derzeit nicht zu erreichen. Ritz: „Klar ist aber, dass erheblicher Handlungsbedarf besteht.“ Auch die Denkmalpflege soll konsultiert werden, um die Situation besser einschätzen zu können. Passanten müssten sich nach jetziger Einschätzung keine Sorgen machen, dass von dem Haus eine Gefahr ausgeht, erklärte Ritz. Geschädigt sei die Bausubstanz im Inneren. Deshalb seien die betroffenen Wohnungen verschlossen worden und dürften nicht betreten werden.

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