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Die Puppenbühne Wernswig führt das Märchen „Das blaue Licht“ auf

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Von: Lea Beckmann

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„Das blaue Licht“ in Wernswig: Beate Schröder (von links) mit der Königin, Stefan Kunz mit dem König und Christiane Kunz mit dem blauen Licht.
„Das blaue Licht“ in Wernswig: Beate Schröder (von links) mit der Königin, Stefan Kunz mit dem König und Christiane Kunz mit dem blauen Licht. © Lea Beckmann

Die Wernswiger Puppenbühne führt derzeit das Stück „Das blaue Licht“ auf – ein Märchen der Gebrüder Grimm in einer Adaption von Tobias Maus.

Wernswig – Blaues Licht erstrahlt in der Puppenbühne in Wernswig. Auf der Bühne ist eine Ratte, ein junger Mann sitzt im Gefängnis. Plötzlich erscheint eine kleine Puppe, deren Haare blau leuchten.

„Wir haben uns für dieses Stück entschieden, weil es nicht so bekannt ist“, sagt Stefan Kunz, der Spielleiter. Es geht um einen Soldaten, der von seinem König aus dem Dienst ohne Dank und Lohn entlassen wird. Auf seinem Weg in die Heimat trifft er auf eine Hexe, der er helfen soll. Zunächst hackt er Holz für sie, dann gräbt er den Garten um und dann will sie, dass er aus einem tiefen Brunnen ein blaues Licht holt. Die Hexe stößt ihn in den Brunnen. „Da er nun da unten sitzt, will er sich wenigstens seine Pfeife anzünden und nimmt dafür das blaue Licht“, erklärt Kunz. Und plötzlich erscheint ein Geist. „Es ist ein wenig wie Aladdin und die Wunderlampe“, sagt Christiane Kunz.

Eine rothaarige Prinzessin auf der Wernswiger Puppenbühne

Das Märchen war in der Umsetzung eine Herausforderung. „Ein Stück für Menschen passt nicht gleich für Marionetten“, sagt Vorsitzender Udo Schröder. Einige Szenen waren schwierig zu verwirklichen. „Als der Soldat, der noch in dem Brunnen sitzt, sich zum Beispiel Gold von dem blauen Männchen wünscht, mussten wir überlegen, wie das aus dem Brunnen herauskommen kann“, sagt Stefan Kunz. Also haben sie unten am Brunnen einen Ventilator eingesetzt und eine Rettungsdecke zerschnitten, sodass die kleinen goldenen Schnipsel nach oben gepustet werden.

Die Puppen für das Stück fertigt Stefan Kunz alle selbst an. „Ich habe Ideen im Kopf und die setze ich dann um“, sagt er. Doch bei einer Figur hat er einen Tipp bekommen: „Ein rothaariges Mädchen hatte bei einer Aufführung mal gesagt, dass die Prinzessinnen immer alle blond wären und ob es nicht mal eine rothaarige Prinzessin geben könnte, und das habe ich dann für dieses Stück umgesetzt.“ Insgesamt gibt es mehr als 70 Marionetten bei der Puppenbühne. „Wir haben einige während der Corona-Pandemie auch verkauft, um über die Runden zu kommen“, sagt Kunz. Gebaut habe er schon über 200 Puppen.

Die Puppenbühne Wernswig führt „Das blaue Licht“ auf.
Die Puppenbühne Wernswig führt „Das blaue Licht“ auf. © Lea Beckmann

Die derzeit neun Marionettenspieler sind froh, dass in diesem Jahr endlich wieder vieles zur Normalität zurückkehrt. „Wir besetzen den Zuschauerraum noch nicht komplett, anstatt 50 sind es 40“, sagt Kunz. Und die Premiere des Stückes fand schon im September statt. „Wir hatten Angst, dass es im Winter vielleicht schon wieder zu viele Einschränkungen gibt und wir wieder alles absagen müssen“, erklärt Christiane Kunz. Die Premiere sei ausverkauft gewesen und auch mit den Aufführungen, die bislang stattgefunden haben, sei das Team zufrieden. „Aber man merke den Menschen immer noch an, dass sie bei einem geschlossenen Raum vorsichtig sind“, sagt sie.

Die nächsten Aufführungen sind am Samstag, 3. Dezember, Sonntag, 4. Dezember, Sonntag, 11. Dezember, Samstag, 14. Januar, Sonntag, 15. Januar, Samstag 21. Januar, Sonntag 22. Januar und Sonntag, 29. Januar – jeweils um 15 und 17 Uhr. Der Eintritt für Erwachsene kostet sechs Euro, für Kinder vier Euro. Die Abschlussveranstaltung mit anschließendem Buffet findet am Samstag, 4. Februar, um 19.30 Uhr statt, Kosten: 25 Euro. Karten gibt es nur gegen Vorbestellung.

Kontakt: Christiane Kunz, Tel. 0 56 84/82 49, E-Mai: kunz.stefan@arcor.de

(Lea Beckmann)

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