Winterkleidung ist erst jetzt richtig gefragt

Rabatt(z)marken bescherten Händlern Sonntag viele Kunden

Waren gestern beim Homberger Rabatt(z)markt auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk: In Tanja Scherfs (links) Mietregal wurden Anki Krug und Maria Eichler aus Homberg fündig. Foto:  Brandau

Homberg. Tanja Scherf wusste schon Samstag, dass das Geschäft am verkaufsoffenen Sonntag so richtig brummen würde: "Die Leute sind ja noch weihnachtsentspannt".

Das findet die Inhaberin des „Mietregals" an der Ecke Westheimer Straße/Untergasse. Mit dieser Meinung stand sie nicht allein: Viele Kaufleute zogen ein gutes Fazit aus dem Rabatt(z)markt, zu dem viele Geschäfte geöffnet hatten. Aber eben längst nicht alle hätten mitgemacht, sagt Dr. Dirk Richhardt, Geschäftsführer des Homberger Stadtmarketings. Er bedauert das: „Wir hatten diese Aktion ja gemeinsam verabredet - da wünschen wir uns schon, dass die Händler auch mit mehr Geschlossenheit dahinter stehen“, sagte er.

Gerade auch, weil die Aktion auf so große Resonanz gestoßen sei: „Viele Leute nutzen die Gelegenheit, bei diesem tollen Wetter vor die Tür zu gehen und sich einfach mal ohne Hektik inspirieren zu lassen“, sagte Sandra Aguire, Geschäftsführerin von „Wiskemann - willkommen daheim.“

Doch von wegen stressfrei und beschaulich: Im einen oder anderen Geschäft ging es für die Mitarbeiter richtig rund. „Wir hatten kaum die Tür aufgeschlossen, als schon die ersten Kunden hereinströmten“, sagte Christine Harbusch vom Schuhhaus Koch am Nachmittag.

So ähnlich verhielt es sich auch im Modehaus Griesel: „Es ist endlich kalt, das heißt, die Leute kaufen jetzt auch winterliche Kleidung“, sagte Irmtraut Trollhagen.

Nicht alle Besucher aber waren zum Kaufen gekommen, so mancher hatte nur einmal ganz entspannt schauen wollen, was es denn alles so gibt - und wie man denn am besten das Weihnachtsgeld einsetzen könnte. Manuela Hellmuth, Jan und Felix Otto (8) aus Homberg hatten einfach nur einen Kaffee trinken und damit „die Stadt beleben wollen“, wie es Jan Otto formulierte.

Jens Ebert, Filialleiter von Augenoptik Auel in der Untergasse bedauert wie die Mitarbeiter des Stadtmarketings, dass nicht mehr Kaufleute mitmachten. „Am tollem Wetter konnte der Rabatt(z)markt jedenfalls ganz bestimmt nicht scheitern“, sagt Ebert.

Was viele Besucher allerdings vermissten, war beispielsweise ein Glühweinstand. Daniel Kelinski und seine Frau Vera Dupre aus Malsfeld boten in ihrem Imbisswagen am Marktplatz Nudeln, Bratwürstchen und Heißen Holunder an - und gehörten damit zu den wenigen Gastronomen weit und breit. Kein Wunder, das die beiden zufrieden waren: „Wir kommen nächstes Jahr wieder“, sagten die Malsfelder gestern.

Dass es die Aktion dann auch noch geben wird, daran ließ übrigens keiner der (zufällig) befragten Einzelhändler einen Zweifel.

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