Entscheidung in Sitzung am 20. November

Krone: Stadtverordnete vertagen Entscheidung über Kauf des Traditionshauses

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Nur äußerlich ein Schmuckstück: Im Inneren des einstigen Gasthauses Krone gibt es viel zu tun. Das Haus sollte die Stadt für 65.000 Euro kaufen, schlägt Bürgermeister Dr. Nico Ritz vor.

Homberg. Gegen den Kauf des ehemaligen Gasthauses Krone haben sich die Homberger Stadtverordneten in ihrer Sitzung am Donnerstagabend entschieden – zumindest vorerst. Die Parlamentarier haben deutlich gemacht, dass sie nicht unter Zeitdruck und auch nicht ohne einen genaueren Plan über einen möglichen Kauf entscheiden wollen.

Die Parlamentarier haben deutlich gemacht, dass sie nicht unter Zeitdruck und auch nicht ohne einen genaueren Plan über einen möglichen Kauf entscheiden wollen.

Eigentlich sei man bis vor ein paar Tagen noch davon ausgegangen, dass man Pächter für die Gastronomie habe und diese einen Betreiberplan vorlegen würden. Doch ließen die möglichen Pächter, drei Köche aus Winterberg, den eigentlich vereinbarten Termin platzen.

Jeden Cent mehrfach drehen

Man sei in der Pflicht, jeden Cent mehrfach umzudrehen, sagte Stefan Gerlach (SPD). Und Dietmar Groß (FWG) machte deutlich, dass man es in der Vergangenheit versemmelt habe, ein Konzept für die Krone zu erarbeiten. So sei zum Beispiel weder mit dem Hotel- und Gaststättenverband, noch mit einem Architekten gesprochen worden, der sich in diesem Bereich gut auskennt. Man brauche noch Zeit für einen gemeinsamen Beschluss, so Joachim Pauli (CDU). In den nächsten sechs Wochen werde man ganz sicher kein Konzept entwickeln, sagte Günther Koch (FWG). „Aber Ideen, die deutlicher machen, wie es weiter gehen kann und wie weit man gehen will“, fügte Koch an.

Aktualisiert um 12:00 Uhr

Keine Alternative zu einem Kauf sah Klaus Bölling (Grüne). „Wir müssen die Krone kaufen, damit es weitergeht“, sagte er. Das Gebäude verfallen zu lassen, sei keine Lösung. Manfred Ripke (FDP), lenkte den Blick auch auf die Stadtteile, wo man der Diskussion um die Krone mit großer Aufmerksamkeit folge. „Dort sprechen wir davon, dass wir sparen müssen, und verhandeln über die Vergabe der Dorfgemeinschaftshäuser in Trägerschaften. Wir diskutieren auch über den Erhalt der Schwimmbäder“, so Ripke. Dennoch: Die Krone sei ein herausragendes Gebäude und daher spreche er sich dafür aus, dass man Bürgermeister Dr. Nico Ritz – der sich für den Kauf ausgesprochen hatte – zu folgen.

Mehrheitlich bei drei Gegenstimmen (Grüne) und einer Enthaltung, stimmten die Stadtverordneten dafür, in der Sitzung am 20. November über den Kauf der Krone zu entscheiden. (may)

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