Bunte Zeitreise

Homberger Schüler erfreuten Senioren im Pflegeheim mit einer Modenschau

Fröhlich und bunt: Eine Modenschau zeigten Schüler der Stellbergschule im Homberger Seniorenheim St. Marien. Foto: Ehl-von Unwerth

Homberg. Boogiehosen, Knickerbocker und Strandkleider, Schieberkappe, Strohhüte und Haarbänder, Pomade, Rockabilly-Frisur und Pferdeschwanz: Mit einer Modenschau im Stil der 50er- bis 70er-Jahre bereiteten 18 Viertklässler der Homberger Stellbergschule den Senioren im Altenpflegeheim St. Marien einen vergnüglichen Nachmittag.

Dabei war Schulleiterin und Klassenlehrerin Birgit Kieburg nicht nur als Projektorganisatorin, sondern auch als Moderatorin gefragt. An ihrer Seite sorgten rührige Eltern dafür, dass das textile Sammelsurium von anno dazumal den Nachwuchs-Mannequins auf den Leib gebunden, geschnürt und geknöpft wurde und die Kleiderwechsel problemlos vonstatten gingen.

Es spielte keine Rolle, dass dabei zuweilen die Mädchen die Hosen anhatten und die Jungen Damenmontur trugen: „Es fühlt sich nicht anders an als eine etwas weitere kurze Hose“, bestätigten die Kleid- und Rockmodels Christopher Eder und Thorben Utpatel.

Mehr Bilder von der Modenschau:

Modenschau der Stellbergschüler in Homberger Seniorenheim

Wie ihre Mitstreiter marschierten sie stolz erhobenen Hauptes über den Mittelgang-als Laufsteg im Veranstaltungssaal des Seniorenheimes. Dabei begleiteten Gassenhauer jener Zeit - vom knallroten Gummiboot bis zum fehlenden Bier auf Hawaii und dem ersehnten Tirolerhut - die Modenschau.

Die Senioren genossen das lebhafte Geschehen bei Kaffee und Kuchen, serviert von Mitgliedern des Homberger Lionsclubs. „Wir bekommen schon viel geboten, aber die Kinder bringen zusätzlich Leben ins Haus und sorgen für noch mehr Abwechslung“, sagte die 86-jährige Elisabeth Nosiadek über die bereits seit zehn Jahren bestehende Kooperation zwischen Schule und Heim.

Gemeinsam hatten Jung und Alt bereits während der Woche gelesen, gesungen und erzählt. Dabei erfuhren die Schüler, dass strenge Lehrer und Prügelstrafen, Feldarbeit, aber auch Kriegserlebnisse wie Fliegeralarm, Nächte in Bunkern und brennende Häuser früher zum kindlichen Alltag gehörten.

Am Schluss waren sich Senioren und Schulkinder völlig einig: So eindrucksvoll und praxisnah kann das Lernen sein.

Von Sigrid Ehl-von Unwerth

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.