Investor stellte erstmals öffentlich seine Pläne vor

Einkaufszentrum in Homberg könnte 2017 eröffnen

Homberg. Ein großes Einkaufscenter in zentraler Lage soll in Homberg entstehen. Geht es nach dem Investor Schoofs Immobilien, wird man dort ab Mitte 2017 einkaufen können.

Zum ersten Mal gab der Investor am Montag im Rathaus der Öffentlichkeit einen Einblick in seine Pläne für das Gelände an der Drehscheibe. Mindestens 15 Millionen Euro sollen investiert werden.

„Wir wollen auch städteplanerisch etwas bieten“, sagte Andreas van Ommen, der zuständige Projektentwickler von Schoofs. Dazu gab es Bilder von Referenzobjekten aus anderen Städten mit dem Hinweis, dass es dort gelungen sei, Leerstand zu beseitigen und die Attraktivität zu steigern.

In Homberg wolle man ein Einkaufszentrum (7000 Quadratmeter Einkaufsfläche) auf dem Areal des ehemaligen Autohauses Ulrich bauen. Der in unmittelbarer Nähe ansässige Rewe-Markt solle dort einziehen, außerdem der Drogeriemarkt DM, ein Discounter, ein Textilanbieter und ein Schuhgeschäft.

13 kleinere Flächen stünden dann noch zur Verfügung, etwa für einen Friseur, eine Lotto-Annahmestelle, eine Reinigung, einen Schlüsseldienst und ähnliches. Man wolle auch ortsansässigen Betrieben die Möglichkeit bieten, im Einkaufszentrum ein zweites Standbein aufzubauen, sagte Andreas Tischler, der beratend für Schoofs tätig ist.

Die Kreissparkasse, die ihren Sitz bereits an der Drehscheibe hat, will der Investor anbinden. Um das etwa 3,50 Meter starke Gefälle auf dem Areal auzugleichen, sehe man Magnetlaufbänder vor. Außerdem soll auf dem Dach des Gebäudes ein Parkplatz für 300 Fahrzeuge entstehen, die von der Kasseler Straße aus angebunden würden.

Es ging jedoch nicht nur um das geplante Gebäude, sondern auch um den Anlieferverkehr, der über den Bindeweg erfolgen würde, um die Verkehrssicherheit, den Stadtpark sowie die Innenstadtentwicklung.

Hintergrund

Ziel ist, dass die Stadtverordneten in ihrer Sitzung am 24. September, einen Aufstellungsbeschluss beschließen. Sollte es keine wesentlichen Einwände geben, rechne man zum Jahresende mit dem Baurecht, sagte Stadtplaner Markus Staedt, vom Planungsbüro ANP. Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan werde angestrebt, dann behalte die Stadt die Steuerungsmöglichkeit. „Klappt das Projekt nicht, kann nicht einfach ein anderer dort bauen“, erklärte Staedt. Zusätzlich soll in einem städtebaulichen Vertrag geregelt werden, inwieweit der Investor zum Beispiel bei der Entwicklung der Drehscheibe in die Pflicht genommen werden soll, so Staedt im HNA-Gespräch.

Rubriklistenbild: © dpa

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