Ehrung mit Elisabeth-Medaille

Hombergerin erhält Auszeichnung der Landeskirche

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Arbeitet seit 24 Jahren ehrenamtlich in der Kirche: Angela Lischka wurde mit der Elisabeth-Medaille der evangelischen Landeskirche ausgezeichnet.

Manchmal reicht ein kleiner Zufall, um seine Bestimmung zu finden. Wie bei Angela Lischka. Alles fing mit einer Mitarbeit im Kindergottesdienst an. Folgen sollten 24 Jahre ehrenamtliches Engagement in der Homberger Kirchengemeinde.

Dafür wurde die Hombergerin jetzt mit der Elisabeth-Medaille der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck ausgezeichnet.

Besonders gläubig war die heute 59-Jährige nicht. „Bevor meine Kinder auf der Welt waren, war ich nie kirchlich engagiert“, erzählt sie. Doch die Erinnerungen an ihren eigenen Kindergottesdienst waren gut – so gut, dass sie das für ihre Kinder auch wollte. „Und dann habe ich angefangen, im Kindergottesdienst mitzuarbeiten.“ Zehn Jahre lang. Zu Beginn wollte Angela Lischka nur gestalten und sich einbringen, inzwischen gehört für sie der Gottesdienst am Sonntag dazu. „Mein Glaube ist stärker geworden.“

Sich einzubringen hat die gebürtige Wabernerin in all den Jahren nie verlernt. Und so will die Liste gar nicht enden, als die 59-Jährige aufzählt, wo sie sich überall engagiert hat: Von der Mitarbeit im Kindergottesdienst tauchte sie immer tiefer in die Welt der Kirche ein. „Da war ich 34 Jahre alt.“ Sie arbeitete unter anderem im Kindergarten- und Jugendausschuss, war im Bauausschuss der Kirchengemeinde und entschied über Neueinstellungen mit. 18 Jahre lang war sie Mitglied in der Kreissynode, vier Jahre lang im Kirchenkreisvorstand, außerdem war sie im Finanzausschuss und im musikalischen Ausschuss aktiv.

Und ganz nebenbei erwähnt sie, dass sie zwölf Jahre lang Vorsitzende im Kirchenvorstand Homberg war. „Damit habe ich aber jetzt aufgehört. Es ist gut, wenn jemand neue Impulse gibt.“ Trotzdem ist zu spüren: Angela Lischka ist bescheiden. Sie freue sich über die Auszeichnung der Landeskirche. Viel wichtiger sei ihr aber die Anerkennung der Menschen in der Stadt, sagt sie. „Mir ist wichtig, dass die Kirche Gesichter bekommt.“

Angela Lischka weiß, dass nicht jeder so stark ehrenamtlich engagiert sein kann wie sie. Sie habe die Möglichkeit gehabt, ihre Zeit frei einzuteilen. Lischka studierte Pharmazie in Marburg, arbeitete zunächst als Apothekerin, übernahm dann die Buchhaltung in der Kanzlei ihres Mannes. Die habe sie eben abends zu Hause erledigt – wenn die ehrenamtliche Arbeit getan war. „Berufstätige schaffen das ja gar nicht.“ Als Hausfrau habe sie sich trotzdem nie gesehen. „So jemand ist für das Gemeinwesen ganz wichtig. Es geht alles nur miteinander“, betont Lischka. Das gute Miteinander sei es auch gewesen, das sie an ihrer Arbeit geschätzt habe. „Ich habe nie die Stunden gezählt, die ich investiert habe.“ Von diesen Stunden wird sie wohl auch weiter noch eine Menge einsetzen. Angela Lischka will sich weiter in der Kirche engagieren und Gesicht zeigen. Das steht fest.

Weitere Ehrenamtliche werden mit Elisabeth-Medaille ausgezeichnet

Mit der Elisabeth-Medaille der Landeskirche wurde im Kirchenkreis Fritzlar-Homberg nicht nur Angela Lischka ausgezeichnet. Sie wird für eine mindestens 24-jährige ehrenamtliche Arbeit in der Kirchengemeinde verliehen. Für ihr Engagement erhalten die Ehrung außerdem: Detlev Wolf aus Haddamar, Erich Rininsland aus Arnsbach und Renate Zauner aus Kleinenglis.

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