Auszeichnung 

Ellenberger-Preis für besonderes Engagement geht an THS-Schüler aus Homberg

So sehen strahlende Sieger aus: 60 Schüler der Theodor-Heuss-Schule Homberg wurde für herausragende Leistungen im Bereich fachliches und soziales Engagement ausgezeichnet. Foto: Nela Müller

Homberg. Weil sie in ihrer Schule besonders engagiert und aktiv waren, erhielten jetzt 60 Schüler der Theodor-Heuss-Schule Homberg den Heinrich-Ellenberger-Preis.

„Was haben Ketchup und Klebstoff gemeinsam?“, fragt Dr. Martin Holfeld in der Aula der Theodor-Heuss-Schule in Homberg. Auf den ersten Blick natürlich nichts. Aber genau diese beiden unterschiedlichen Dinge haben drei Schülern der THS den Heinrich-Ellenberger-Preis eingebracht.

Jessica Lackmann, eine Einzelpreisträgerin, befasste sich mit dem Thema, ob Ketchup gesund sei und wie viel Zucker in dem Lebensmittel steckt. Luzian Laabs und Julian Bolz versuchten sich an der Herstellung eines nachhaltigen Klebstoffes. Sie tauschten synthetische Komponenten mit einem Naturstoff. Der Versuch gelang, und so wurden sie von der Schulgemeinde als Preisträger geehrt. Insgesamt gab es in diesem Jahr 60 Schüler, die von der Heinrich-Ellenberger-Stiftung ausgezeichnet wurden. Ein weiterer Einzelpreisträger ist Thomas Range. Mehrere Jahre hatte er in der sogenannten Boox – eine kleine Bibliothek im Erdgeschoss der Schule – gearbeitet und dort alle Tätigkeiten von der Verwaltung der Bücher, über die Organisation bis hin zum Anlernen von anderen Schülern übernommen. „Diese Arbeit ist wichtig. So können wir Kultur weitergeben“, sagte Studiendirektorin Katrin Czajkowski. Und auch Hombergs Bürgermeister Dr. Nico Ritz fand passende Worte für die Schüler: „Mit eurem Engagement stärkt ihr die soziale Gesellschaft.“

Die Gruppenpreise gingen in diesem Jahr an die AG Schulgeschichte und Schule ohne Rassismus. Thomas Schattner, Leiter beider Arbeitsgruppen, lobte seine Schützlinge in den höchsten Tönen: „Ihr seid politischer, kritischer und ihr hinterfragt die Dinge.“ Außerdem merke man, dass die Schüler sich mit der eigenen Geschichte auseinandersetzen und in der Schule feststellen, dass es neben Englisch und Mathe auch soziale Aspekte gibt, die man nicht vernachlässigen darf.

Musikalisch untermalt wurde die Veranstaltung von einer Orchesterklasse unter der Leitung von Karsten Koch. Die Schüler von Juliane Pohl schmetterten ein bekanntes Lied der Sängerin Adele. Weiterhin taten sich Lea Rübenstahl und Anne Blumenauer mit zwei Klavierstücken hervor.

Hintergrund: Preis für soziales Engagement

Den Heinrich-Ellenberger-Preis wird seit 2003 jährlich für herausragende schulische Leistungen in den Bereichen fachliches und soziales Engagement als Gruppen- und Einzelpreis verliehen. Er wurde von Gert Ellenberger ins Leben gerufen, der mit diesem Preis an seinen Vorfahren Heinrich Ellenberger erinnern wollte. Gert Ellenberger war selbstständiger Wirtschaftsprüfer und Steuerberater in Neckarsulm. Neben einer Urkunde gibt es eine Geldspende für die Preisträger. (nem)

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