Senior starb im Alter von 80 Jahren

Er war ein Hülsaer mit Leib und Seele: Friedhelm Krause ist tot

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So kannten ihn die Menschen von ungezählten Dorffesten: Friedhelm Krause aus Hülsa als Wannenmacher. 

Hülsa. Er durfte bei keinem Dorffest fehlen: Zimmermann, Rechen- und Wannenmacher Friedhelm Krause war immer überall gerne dabei, wenn es in der Region um Tradition und Handwerk ging. Er zeigte den Besuchern gerne alte Künste und Zünfte, war immer für ein Gespräch und ein herzliches Lachen zu haben.

Am vorigen Samstag verstarb der 80-Jährige, der Hülsaer mit ganzem Herzen war.

Im Homberger Stadtteil 1938 geboren, absolvierte Friedhelm Krause nach der Schule eine Lehre zum Zimmermann, später war er bei der Bauverwaltung der Stadt Homberg tätig. In seiner Freizeit aber war Friedhelm Krause vor allem eines, nämlich ehrenamtlich im Einsatz. Der Hülsaer war Mitglieder im Ortsbeirat und der Homberger Stadtverordnetenversammlung, 2002 war ihm er der Titell Stadtältester verliehen worden.

Sein Herz aber hing an seinem Heimatdorf Hülsa und am alten Handwerk. Zusammen mit seinem Bruder Rainer (75) war er Publikumsmagnet auf ungezählten Märkten und Veranstaltungen, flocht Wannen und Körbe, fertigte Besen und Rechen. Die Krause-Brüder, wie die beiden genannt wurden, waren viele Jahre eine echte Institution im Landkreis – und ein fast unzertrennliches Gespann.

Die beiden gehörten auch zu denen, die mit der Lochbachklamm eine der größten Touristenattraktionen im Knüll auf den Weg brachten. Jahrelang zimmerten sie Wege, Stege und Brücken, sorgten zusammen mit anderen Mitstreitern dafür, dass der Pfad durchs Tal vom Deutschen Wanderinstitut prämiert wurde und immer gut in Schuss gehalten wurde.

Und noch eine weitere Institution riefen die Krause-Brüder vor 27 Jahren ins Leben – den Weihnachtsmarkt am ersten Adventswochenende, der für die Hülsaer immer eine gute Gelegenheit ist, sich zu treffen und die Dorfgemeinschaft zu stärken.

Friedhelm Krause hinterlässt seine Frau, zwei Kinder und zwei Enkel. Er wird am heutigen Samstag um 14 Uhr auf dem Friedhof in Hülsa beerdigt. Und er wird wohl künftig vor allem eines – seinem Dorf sehr fehlen. 

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