56-Jähriger aus Niedergrenzebach leitet Polizeistation in Homberg

Thomas Köhler ist der neue Leiter der Homberger Polizeistation

Mann steht vor dem Schild der Polizeistation Homberg
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Thomas Köhler ist der neue Leiter der Polizeistation Homberg: Der 56-Jährige aus Niedergrenzebach hat am Dienstag seine neue Stelle angetreten.

Als Thomas Köhler 1980 seine Ausbildung im Polizeidienst antrat, erfüllte sich der damals 16-Jährige einen Traum: Er habe schon als Kind Schutzmann  werden wollen, erzählt der 56--Jährige. Heute ist er weit mehr als Schutzmann: Der Niedergrenzebacher ist seit Dienstag der neue Leiter der Polizeistation Homberg. Er folgt auf Michael Stuhlmann, der vor kurzem in den Ruhestand verabschiedet wurde.

Der neue Posten verlangt viel Erfahrung – und die hat Köhler zur Genüge in den vergangenen 40 Jahren an vielen Orten und Dienststellen gesammelt. Köhler war nach der Ausbildung dreieinhalb Jahre bei der Bereitschaftspolizei in Hanau, beim Polizeipräsidium Frankfurt, und auf mehreren Dienststellen in Kassel und dem Schwalm-Eder-Kreis. Zuletzt hatte er den Posten des stellvertretenden Dienstleiters der Polizeistation Schwalmstadt inne.

Es gibt also wohl wenig, was der Niedergrenzebacher in all den Jahren nicht erlebt hat. Unvergessen die Zeit in Frankfurt, wo er bereits als 17-Jähriger im zweiten Ausbildungsjahr bei den Demonstrationen gegen die damals so umstrittene Startbahn/West in Frankfurt eingesetzt war.

Überhaupt war die Zeit in Frankfurt eine, die sich stark von den Dienststellen in Nordhessen unterschied, aber auch eine, die Köhler nicht missen möchte: „Es war eine tolle Zeit.“

Seitdem hat sich viel verändert – auch für Polizisten. „Der Kollege, der heute Streife fährt, hat eine ganz andere Arbeit als früher“, sagt Köhler. Früher sei der Rückhalt in der Bevölkerung stärker gewesen: „Heute fehlt oft der Respekt vor unserem Beruf und unserer Aufgabe, das macht es auf jeden Fall schwerer.“ Mit den sozialen Medien sind auch neue Straftaten hinzugekommen, die es früher nicht gab, so wie die vielen Betrugsmaschen im Internet. Und auch am neuen Posten wird er wieder viel Neues erleben, ist sich Thomas Köhler sicher. „Dieser Beruf ist und bleibt spannend und abwechslungsreich“, sagt er. Der neue Chef hat viel vor, oberste Priorität aber hat für ihn, dass er seinen rund vier Dutzend Mitarbeitern der Homberger Station weiter gute Arbeitsbedingungen und ein gutes Klima bieten will. An seiner Berufswahl hat der 56-Jährige in all der Zeit nie gezweifelt Köhler wollte nie etwas anderes sein als Schutzmann, auch wenn sich das Berufsbild stark verändert hat. Diese Sicherheit hat er zu Hause weitergegeben: Auch sein 19-jähriger Sohn absolviert gerade eine Ausbildung bei der Polizei.

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