Das Diakonische Werk will in Homberg seinen Gebrauchtmöbelmarkt ausbauen

Es fehlen nur Lagerräume

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Suchen nach neuen Möglichkeiten, gebrauchte Möbel zu präsentieren: Sozialarbeiter Jürgen Kurz, Waldemar Bier, Margret Artzt, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks Schwalm-Eder, Thomas Hewig und Peter Küchmann (von links). 

Homberg. Die Mitarbeiter des Diakonischen Werks Schwalm-Eder haben eine klare Vorstellung von dem, was sie suchen: Ein helles, sauberes und trockenes Lager in Homberg. Einen großen Raum, der möglichst wenige Stufen und Treppen hat, möglichst zentral gelegen ist und möglichst wenig Miete kostet.

Dieser Raum wird dringend gebraucht, denn das Diakonische Werk will den Bereich der Gebrauchtmöbel weiter ausbauen. Zurzeit stellt es sein Angebot an Schränken, Tischen, Stühlen und Bänken teilweise in einem kleinen Ladenlokal gleich neben dem Einladen am Obertor aus. Das aber ist viel zu klein, um den Interessenten all die Polstermöbel, Wohnzimmerschränke oder Küchenbänke zu präsentieren, die dem Diakonischen Werk gespendet wurden. „Aus Platzgründen müssen wir viele Geschenke ablehnen“, sagt Jürgen Kurz bedauernd.

Zwar gibt es zurzeit die Möglichkeit, Möbel im Keller eines Gebäudes auf dem ehemaligen Kasernengelände zu lagern, doch der ist feucht. „Damit sind nach wenigen Wochen Stockflecken auf den Polstern garantiert“, sagt Kurz. Zudem stelle der Raum alles andere als eine gute Ausstellungsmöglichkeit dar: „Zum Einkaufen braucht man auch eine halbwegs nette Atmosphäre, niemand will Möbel in einem dunklen Keller kaufen“, sagt Kurz.

Wer auf der Suche nach günstigen Möbeln ist, findet zu den Ausgabezeiten der Tafel immer einen Ansprechpartner zum Thema Möbel im Einladen. Ein Ersatz für eigene Räume sei das allerdings nicht, sagt Geschäftsführerin Margret Artzt.

Die Nachfrage ist groß

Der Gebrauchtmöbelbereich des Diakonischen Werks ist also ausbaufähig. Zum einen seien viele Menschen – vor allem Flüchtlinge und Menschen mit geringem Einkommen – auf das Angebot angewiesen und das Interesse damit groß, zum anderen gäben auch viele Leute schöne und noch dazu gut erhaltene Möbel ab.

Die auch alle zu transportieren, stellt kein Problem dar, denn das Diakonische Werk hat einen Transporter mit großer Ladefläche angeschafft – der ganz nebenbei noch viel Platz für Werbeschriftzüge bietet, wie Kurz anmerkt. Es ist alles da. Das Angebot, die Nachfrage, die Transportmöglichkeit – es ist alles da. Fehlt nur der Lagerraum. Wer einen hat und günstig vermieten will, sollte vor allem eines tun: sich melden.

Von Claudia Brandau

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