2000 Besucher kamen auf den Grünhof

Festival Musikschutzgebiet in Homberg: Atmosphäre ist einzigartig und familiär

Sie gehörten zu den Ersten auf der Hauptbühne: Das Duo Fye & Fennek hatte am Freitag interessierte Zuhörer. Die ganz großen Acts fehlten zwar, aber die Atmosphäre passte.

Homberg. Nach einem Jahr Pause startete das Musikschutzgebiet-Festival auf dem Grünhof bei Homberg wieder durch. Gäste und Musiker fühlten sich sauwohl.

Das MSG ist mit keinem anderen Festival zu vergleichen: Da ist sich Selena Goetsch aus Fritzlar sicher. „„Man trifft nur nette, entspannte Leute, die Stimmung empfinde ich schon beinahe als familiär“, sagt sie.

Ähnlich dachten am Wochenende mehr als 2000 Festivalbesucher, die es auf das Gelände des Grünhofs am Mosenberg bei Homberg gezogen hatte, um beim Musikschutzgebiet (MSG) zu feiern. Auf drei Bühnen präsentierten sich Bands und Künstler aus ganz unterschiedlichen Musikrichtungen und brachten die Festivalbesucher bis spät in die Nacht zum Tanzen.

Für Marie Roth aus Eschwege macht vor allem diese musikalische Vielfalt das besondere Flair der Veranstaltung aus: „Egal ob Indie, Elektro, Rock oder HipHop – es ist für jeden etwas dabei. Das bietet auch die Möglichkeit, den eigenen Horizont zu erweitern“.

Viele neue Bekanntschaften: von links Marius Ruhwedel (Berlin), Freya Paul (Aachen), Sarah Hüttenberend (Hannover) und Sandra Schöll (München) trafen sich am Rande des Festivals.

Eine Woche dauerten die Vorbereitungen für das Festival, die Planung laufe das ganze Jahr über, erklärte Chris Umbach vom Organisationsteam. Zum Orga-Team des MSG gehören etwa 50 Leute, dazu kommen weitere 70 Helfer, jeder von ihnen engagiert sich ehrenamtlich.

Mit der Zahl der Besucher und dem Ablauf der Veranstaltung sei man sehr zufrieden, sagte Umbach. Nachdem das MSG im letzten Jahr ausgefallen war, bewege man sich mit der diesjährigen Besucherzahl in einer ähnlichen Größenordnung wie 2015. „Unser Ziel ist es, die Größe zu bewahren und nicht immer weiter zu wachsen“, so Umbach. Nur so könne man die entspannte Atmosphäre und den Veranstaltungsort bewahren.

Dass sich die Organisatoren nicht auf eine Musikrichtung festlegen wollen, sei zentraler Bestandteil des Konzepts des Musikschutzgebietes, erklärt Chris Umbach. Es gehe nicht darum, bestimmte Gruppen anzusprechen, sondern darum, Bands zu finden, die einfach richtig gute Musik machen.

26 Bands waren auf dem Festival vertreten, um die Besucher vom frühen Nachmittag bis um fünf Uhr morgens zu unterhalten. Auch für die Verpflegung der Feiernden war gesorgt: Am „Food-Line-up“ gab es neben klassischer Curry- und Bratwurst auch rein vegane und vegetarische Kost, außerdem frische Sandwiches und sogar ein Drei-Gänge-Menü. Alles aus regionaler und nachhaltiger Produktion. In diesem Jahr habe man bewusst ein ausschließlich regionales Angebot bereitgestellt, um ein Zeichen für Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein zu setzen.

2018 soll das MSG wieder stattfinden, wieder auf dem Grünhof, wieder am ersten Wochenende im September.

12. Musikschutzgebiet-Festival 2017 mit Captain Planet

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