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Feuerwehr Homberg zieht auf den Sportplatz in Holzhausen

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Von: Lea Beckmann

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Der Sportplatz in Holzhausen wird der neue Stützpunkt der Homberger Feuerwehr: Das entschieden die Stadtverordneten am Donnerstag in der Stadthalle ab.
Der Sportplatz in Holzhausen wird der neue Stützpunkt der Homberger Feuerwehr: Das entschieden die Stadtverordneten am Donnerstag in der Stadthalle ab. © Lea Beckmann

Die Entscheidung über den Standort des neuen Stützpunktes der Feuerwehr Homberg ist gefallen: Es wird der Sportplatz in Holzhausen.

Homberg – Mit einer Gegenstimme aus der FWG und drei Enthaltungen aus den Reihen der FWG und CDU haben die Stadtverordneten am Donnerstag für den Sportplatz in Holzhausen gestimmt.

Drei Standorte standen am Ende der monatelangen Diskussion noch zur Auswahl: Neben dem Sportplatz waren das eine landwirtschaftliche Fläche an der Bundesstraße 323 in der Nähe der Reithalle und verschiedene Flächen im Bereich Waßmuthshäuser Straße und der ehemaligen Kaserne. Das Büro kplan wurde mit der Standortanalyse beauftragt. Bei der Fläche im Bereich der Kaserne, wurde der Bereich in Betracht gezogen, der zwischen der Bahnhofstraße, Waßmuthshäuser Straße und der Kreisstraße liegt. In der Vergangenheit wurde die Fläche auch unter dem Namen „Unger“ diskutiert.

Sportplatz in Holzhausen hat mehrere Anfahrtswege

Die Fläche an der Kaserne ist 17 000 Quadratmeter groß. Ein Teil gehört der Stadt Homberg und ein Teil dem Schwalm-Eder-Kreis. Dieser Standort liege am Berg, was im Winter zu Problemen führen könnte, erklärte Christian Haß (CDU). Und das ehemalige Krankenhausgelände sei innerhalb der Hilfsfrist – also die Zeit, die die Feuerwehr bis zum Einsatzort braucht – nicht erreichbar. Die Hilfsfrist liege bei ungefähr zehn bis fünfzehn Minuten.

In der Nähe der Reithalle hätte man eine Fläche mit 13 000 Quadratmetern gehabt. Dort sei ein negativer Punkt, dass die Pferde nicht mit der Lautstärke der Sirenen klar kommen könnten, sagte Haß.

„Der Sportplatz in Holzhausen (18 000 Quadratmeter) hat mehrere Anfahrtswege und ist gut erreichbar für die Feuerwehrmänner“, sagte Haß zu den positiven Aspekten. Auch Elke Ziepprecht (FDP) erkannte die selben Vorzüge des Sportplatzes: „Darüber hinaus gibt es wohl einen Brunnen, an dem man das Wasser anzapfen könnte und die Strecke zur Autobahn ist kürzer.“ Und der Platz könnte ein gemeinsamer Standort der Feuerwehren Homberg und Holzhausen werden. Sie betonte aber auch, dass es insgesamt eine emotionale Diskussion war.

Es soll eine Alternativen Standort für Holzhäuser Sportverein geben

Der Sportverein TSV 08 Holzhausen soll daher in der Zeit, bis die Bauarbeiten beginnen – das kann bis zu sieben Jahre dauern – den Platz weiter bespielen können und die Stadt solle den Verein unterstützen. In dem Beschluss wurde daher nicht nur der Ort des Stützpunktes festgelegt, sondern für den Sportverein soll, falls notwendig, ein alternativer Standort gefunden werden. Zudem wurde auch beschlossen, dass der neue Vorstand des TSV 08 Holzhausen gebeten wird, vor der möglichen neuen Standortwahl für einen Sportplatz, ein Konzept im Ausschuss Kinder, Jugend, Soziales und Integration vorzustellen.

Klaus Bölling (Grüne) betonte, dass es eigentlich von Anfang an klar gewesen wäre, dass der Sportplatz der sinnvollste Standort sei. Und auch Herbert Wassmann (SPD) sagte, dass es eine tragbare Perspektive dort für die Feuerwehr gebe. Und vor allem sei es wichtig, dass nun eine Entscheidung gefallen sei, „denn die Zeit dräng.“

Feuerwehr Homberg befürwortet den neuen Standort

Auch die Feuerwehr ist dieser Meinung: „Wir begrüßen es wirklich sehr, dass nun eine Entscheidung gefallen ist – die musste jetzt fallen“, sagte Wehrführer Matthias Poppitz. Der Sportplatz sei auch der favorisierte Standort der Feuerwehr gewesen wegen der Lage. Die Bedingungen für die An- und Abfahrtswege seien dort die besten.

„Wir müssen abwarten, wie sich das Ganze entwickelt“, sagte Christoph Felber, ehemaliger Vorsitzender des Fußballvereins, zu der Standortentscheidung. Es sei insgesamt einfach schwierig zu beurteilen. „Es ist aber gut, dass die Politik noch die Kurve bekommen hat und uns einen neuen Standort in Aussicht stellt“, sagt er. (Lea Beckmann)

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