Landkreis verhandelt mit Stadt über Gemeinschaftsunterkunft

150 Flüchtlinge sollen in Homberger Kaserne wohnen

Homberg. Bis zu 150 Menschen könnten künftig in der ehemaligen Dörnbergkaserne in Homberg untergebracht werden.

Der Schwalm-Eder-Kreis habe Interesse an drei Gebäuden auf dem Areal, berichtete Bürgermeister Nico Ritz in der Homberger Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag.

Während in eines der Häuser das Kreisarchiv einziehen soll, könnten in den beiden anderen Flüchtlinge in einer Gemeinschaftseinrichtung untergebracht werden. Derzeit liefen die Verhandlungen zwischen dem Landkreis und der Stadt. Bei der Einrichtung soll es sich nicht um eine Erstaufnahmeeinrichtung wie in Schwarzenborn handeln, so Ritz weiter. Sie würde jenen Menschen einen Platz bieten, die aus den Ersteinrichtungen in den Landkreis kommen. Von Homberg aus könnten sie dann in anderen Städten und Gemeinden des Kreises untergebracht werden.

Die Asylsuchenden wären in der ehemaligen Kaserne in unmittelbarer Nähe zur Ausländerbehörde des Kreises untergebracht. Die enge Anbindung an die Behörde bringe Vorteile mit sich: So könne man mehr Struktur gewinnen. Zum einen werde sichergestellt, dass jeder Flüchtling, der im Kreis ankommt, erstmal ein Dach über dem Kopf habe, zum anderen lasse sich die Verteilung so schnellst- und bestmöglich gestalten.

Der Landkreis stehe unter Hochdruck: Trotzdem des Handlungsdrucks müsse man Lösungen finden, die funktionieren. Zurzeit leben 1400 Flüchtlinge im Landkreis bis zum Jahresende sollen es 2100 sein. Daher sei eine Unterkunft in der Dörnbergkaserne sinnvoll und richtig, sagte Ritz.

Allerdings seien die Gebäude renovierungsbedürftig und nicht bezugsfertig. Stimmen die Kreisgremien zu und halte der Kreis an seinem Plan fest, werden die Stadtverordneten in ihrer Sitzung im November entscheiden.

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