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Freiraumstation Homberg erhält Immobilien-Marketing-Preis

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Von: Lea Beckmann

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Jörg Jessen und Katrin Hitziggrad nahmen den Immobilien-Marketing-Preis für die Freiraumstation Homberg entgegen.
Jörg Jessen und Katrin Hitziggrad nahmen den Immobilien-Marketing-Preis für die Freiraumstation Homberg entgegen. © Zukunftsoptimisten

Die Freiraumstation mit Homberg als Modellkommune hat den ersten Preis beim Immobilien-Marketing-Award 2022 gewonnen. Den Preis erhielt die Potenzialraumagentur in der Kategorie „Small Budget“. Die Preisverleihung fand in München auf der internationalen Immobilienmesse „Expo Real“ statt.

Homberg – „Die Freude ist riesengroß“, sagt Katrin Hitzziggrad, die gemeinsam mit Jörg Jessen die Freiraumstation leitet. „Wir haben uns natürlich erhofft, dass unser Projekt eine solche Anerkennung bekommt, doch damit gerechnet haben wir nicht“, sagt sie. Die beiden waren zur Preisverleihung in München. Zum ersten Mal ging der Preis nach Homberg. „Vorher habe es noch keine Bewerbung gegeben“, erklärt Hitziggrad.

Die Bewerbung

Die Bewerber mussten ein umfangreiches Schriftstück über ihr Konzept abgeben. „Dabei war es wichtig, dass wir den Kern des Projektes darstellen, was das Besondere ist und wie sichtbar es mittlerweile ist“, sagt sie. Das Besondere an den Freiraumstationen: Es sind Räume, die auf dem Immobilienmarkt nicht gefragt waren. Katrin Hitziggrad kannte diese Auszeichnung und wusste, dass dort Platz für „ungewöhnliche, kreative Raumnutzungskonzepte“ ist.

Die Freiraumstation

„Die Freiraumstation ist ein Projekt, welches kreative und koproduktive Stadtentwicklung lebt und sichtbar macht“, erklärt Hitziggrad. In erster Linie waren die Freiraumstationen Leerstände. Mit dem Projekt konnten Leerstände für kreative, künstlerische und kulturelle Zwischennutzungskonzepte geöffnet werden. Es seien neue Orte der Kommunikation und der Begegnung entstanden. „Leerstand wird als Potenzial begriffen und erfährt dank der Freiraumstation eine neue Wertschätzung.“

Eine Freiraumstation befand sich am Marktplatz 19.
Eine Freiraumstation befand sich am Marktplatz 19. © Katrin Hitziggrad

Die Voraussetzungen

Zum einen brauche es einen Akteur aus der Wirtschaft. „Weil ich seit über 15 Jahren in der Immobilienwirtschaft tätig bin und seit drei Jahren als selbstständige Beraterin und Konzepterin für Immobilien- und Leerstandsstrategien arbeite, konnten wir daher teilnehmen“, sagt Hitziggrad. Dann sei es wichtig, dass das Projekt begonnen hat – eine Idee oder Konzept durfte nicht eingereicht werden. Das bedeutet: Das Projekt musste in diesem Fall 2021 begonnen haben. Die Freiraumstation startete im Sommer vergangenen Jahres. Und es sollte auch schon zum Teil umgesetzt sein. „Vier unserer fünf Flächen sind in der Nachnutzung.“

Die Flächen

Die fünf Flächen der Freiraumstation sind die Räume in der Untergasse 6, Untergasse 14, Marktplatz 19, Westheimer Straße 1 und Holzhäuser Straße 16. In der Untergasse 6 befindet sich das Machwerk, in der Untergasse 14 das Kochs, das sich in den Räumen des ehemaligen Schuhgeschäfts Koch befindet. Am Marktplatz 19 ist die Kramarek Designagentur. „Das ist eine klassische Bürovermietung“, sagt Hitziggrad.

Der Raum in der Westheimer Straße 1 wird langsam wieder genutzt. Dort soll ein Secondhand-Laden einziehen. „Die grünen, gelben, blauen und roten Streifen werden daher momentan abgemacht.“ Diese dienen zur Kennzeichnung einer Freiraumstation. An dem Raum in der Holzhäuser Straße 16 sind die Streifen noch an den Scheiben: „Da ist noch nicht ganz klar, was aus dem Raum werden soll, momentan dient er als Zwischennutzung für lokale Künstler, die dort ihre Kunstwerke ausstellen.“

Die Kategorien

Insgesamt gibt es bei dem Immobilien-Marketing-Preis vier Kategorien: „Wohnimmobilien“, „Gewerbeimmobilien“, „Small Budget“ und „Online-Marketing“. Die Kategorie „Small Budget“ berücksichtig „preiswerte“ Marketingkonzepte, deren Kosten unter 20 000 Euro liegen. „Es geht darum, mit einem weniger finanziellen Aufwand eine große Wirkung zu erzielen“, erklärt Hitziggrad.

Die Kriterien

Eine Fachjury, bestehend aus sechs Experten, bewertet die Konzepte anhand folgender Kriterien: Innovationskraft, Zielgruppenansprache, ausgewogene Kosten-Nutzen-Relation und Ergebnisorientierung beziehungsweise Erfolg.
(Lea Beckmann)

Hintergrund zum Preis

Den Immobilien-Marketing-Award gibt es seit 19 Jahren. Immobilienunternehmen können sich mit Vermarktungskonzepten von Wohn- oder Gewerbeimmobilien und Low-Budget-Konzepten – also ein niedriges Budget zur Umsetzung des Konzeptes – bewerben. Den Preis verleiht die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU). Teilnehmen können Unternehmen aus den Branchen: Immobilienmanagement, Immobilienmakler, Bauträger oder Entwickler, Immobilienfonds, Banken und Werbeagenturen.

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